Das Wesen von Hund und Katze - ein kurzer Einblick

"Durch´s Reden kommen d´Leut z´amm", heißt ein alter Spruch. Ja, durchs Reden kommt auch der Tierbesitzer mit seinem vierbeinigen Freund zusammen – oder könnte gut zusammen kommen – wenn, ja wenn die gegenseitige Verständigung besser klappen würde. Den Tieren fehlt zwar die Sprache, sie haben aber doch eine Reihe von Ausdrucksmöglichkeiten, die wir nur richtig interpretieren müssen. Darüber hinaus verfügen sie über angeborene Wesensmerkmale, die in Hinblick auf ein harmonisches und für beide Teile glückliches Zusammenleben unbedingt zu berücksichtigen sind. Was gilt es also über das "Wolfserbe" und die "Verwandtschaft zu Löwe und Tiger" zu wissen:

Das Wesen des Hundes

Unsere Hunde stammen vom Wolf ab und wurden schon vor etwa 12.000 Jahren domestiziert. Trotz des starken Zugehörigkeitsgefühls zum Menschen und trotz des Bemühens, sich an menschliche Gebräuche und Gewohnheiten anzupassen, ist das arteigene Verhalten unserer Hunde nach wie vor stark ausgeprägt. Wir dürfen daher nicht von ihnen verlangen, daß sie entgegen ihren Anlagen und Instinkten leben.

Zu diesen Anlagen gehören der bei unseren Familienhunden meist als unangenehm empfundene, aber angeborene Jagdtrieb (weswegen man seinen Hund im Wald unbedingt an die Leine nehmen muß) genauso wie die erwünschte Wachsamkeit: Das Verbellen des Briefträgers – auch wenn es die Nachbarn stört - zeugt daher auch nicht von "schlechten Manieren", sondern entspricht dem Instinkt des Hundes, sein Revier zu verteidigen.

Der Hund, auch wenn er alleine gehalten wird, ist und bleibt ein Rudeltier, das innerhalb seiner Gemeinschaft in einer strengen hierarchischen Ordnung leben möchte. Für unseren Haushund ist die Familie, in der er lebt, sein Ersatzrudel. Es besteht aus einem "Chef", den er bedingungslos als seinen Herrn akzeptiert, und anderen "Rudelangehörigen", unter denen er seinen Platz innerhalb der Rangordnung sucht. Er verhält sich daher zu seinen "Mit-Rudelangehörigen" unterschiedlich und ist sehr glücklich, wenn es eine erkennbare Hierarchie gibt, in der er sich einfügen kann. Versäumt man es, einen vitalen und wesensfesten Welpen rechtzeitig in seine Schranken zu weisen, kann er sich leicht zum Rudelführer aufschwingen!

Der Hund ist ein Nasentier. Er benützt Gerüche als Informationsquelle und will vor allem uns, seine Rudelmitglieder, die wir ihm am nächsten stehen, beschnuppern oder sogar belecken. Auch wenn diese Angewohnheit für uns Menschen manchmal unangenehm ist, sollten wir immer bedenken, daß der Hund mit solchen "hautnahen" Liebesbezeugungen nur seinen angeborenen Anlagen nachgibt.

Zum arteigenen Spielverhalten gehören auch das Nachlaufen, das Buddeln, das Apportieren und das Anspringen. Gerade das Anspringen wird von vielen Menschen als lästig empfunden, ist aber für den Hund der Ausdruck begeisterter Freude über das Nachhausekommen von Herrl oder Frauerl, oder aber eine Aufforderung zum Spielen.

Wer diese angeborenen und natürlichen Verhaltensweisen seines Hundes richtig interpretiert, kann ihn besser verstehen und wird ihn weder vermenschlichen, noch versuchen, ihn zu etwas zu zwingen, das artfremd ist.

Das Wesen der Katze

Unsere heutige Hauskatze hat drei direkte Vorfahren: die afrikanische Falbkatze, die indische Steppenkatze und die kaukasische Waldkatze. Die Wurzeln der Katzen reichen sehr weit in die Vergangenheit zurück: Vor etwa 20 Millionen Jahren entwickelte sich die Familie der Wildkatzen, aus der sich unsere Haushatzen entwickelten, aber auch die der Löwen und Tiger. Deren Urahnen wiederum lebten bereits vor 50 bis 60 Millionen Jahren, also schon lange vor den ersten Menschen.

Die Geschichte der Hauskatze begann wahrscheinlich im alten Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Ihnen waren die Katzen bekanntlich heilig. Etwa zur selben Zeit wurden auch in China und Japan schon Hauskatzen – hauptsächlich zur Rattenbekämpfung - gehalten. Erst um Christi Geburt tauchten domestizierte Katzen in Griechenland und Rom auf, etwa tausend Jahre später in England und bald darauf auch in Mitteleuropa. Im späten Mittelalter erfuhr dann das Image der Katze eine schreckliche Wende: Katzen und deren Besitzer wurden als

Hexen verfolgt und oft genug verbrannt. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewann die Katze als Ratten- und Mäusejäger wieder an Ansehen und erhielt ihren Platz am heimischen Herd.

Das Interesse an Rassekatzen begann vor etwa hundert Jahren. Anders als bei Hunden, die schon seit frühester Zeit für bestimmte Einsatzzwecke gezüchtet wurden, zählt bei Katzen nur die Schönheit. In den vier Kategorien, nämlich Langhaar, Semi- oder Halblanghaar, Kurzhaar und Siam/Orientalisch-Kurzhaar, gibt es heute insgesamt 17 anerkannte Katzenrassen. Am bekanntesten sind wohl die Europäisch-Kurzhaar, wie unsere "normale" Hauskatze bezeichnet wird, weiters die verschiedenen Siamesen, Perser und Kartäuser. Innerhalb der Rassen gibt es wiederum verschiedene Farben; so beträgt die Gesamtzahl der möglichen Kombinationen über 400.

Das Verhältnis zwischen Mensch und Katze kann sehr vielschichtig sein - genau so vielschichtig, wie eben das Wesen eines "Zimmertigers" ist!

Wenn das Katzenkind mit etwa acht Wochen zu uns kommt, ist es bereits alt genug, um uns nicht mehr als seinesgleichen anzusehen. Allerdings bieten wir ihm durch unser Verhalten soziale Auslöser, die es von der Mutter, den Geschwistern und später instinktiv vom Geschlechtspartner kennt und erwartet: Wir sorgen für seine Verpflegung, wir geben ihm das Gefühl der Geborgenheit, wir streicheln und bürsten es, schützen es vor Gefahr und lehren es, Dinge zu tun oder zu unterlassen. Wir tun all dies aber nicht nur, solange das Kätzchen klein ist, sondern sein ganzes Leben lang - und erfüllen so immer, auch für das erwachsene Tier, die Mutterrolle. Die Katze wird also in mancher Beziehung niemals richtig erwachsen.

Wir spielen aber auch mit der Katze, gleichgültig, wie alt sie ist. Das tun ansonsten nur Katzenkinder untereinander. Somit werden wir nicht nur als Mutter, sondern auch als Geschwistertier angesehen.

Eines kann man übrigens generell sagen: Je mehr wir uns mit dem jungen Kätzchen befassen, desto anhänglicher wird dann das erwachsene Tier sein. Wer sich also eine "Schmusekatze" wünscht, sollte bereits dem Katzenkind besonders viel Liebe angedeihen lassen.

Katzen sind, obwohl große Individualisten, durchaus gesellig. Das zeigt sich deutlich in ihrem Sozialverhalten: Katzenversammlungen - die den menschlichen Nachbarn meist weniger Freude bereiten - gemeinsame Pirschgänge und gegenseitiges Putzen können hier als Beweis gelten.

Generell kann man Katzen tagsüber allein lassen, ohne daß sie sich vernachlässigt fühlen. Sie werden "ihre" berufstätigen Menschen dann am Abend besonders liebevoll begrüßen. Wer aber der Langeweile vorbeugen will, schafft eine zweite Katze an. Wichtig ist in diesem Fall, daß keines der beiden Tiere bevorzugt wird, denn Katzen sind sprichwörtlich feinfühlig.

Die oft zitierte Feindschaft zwischen Hund und Katze entsteht aus unterschiedlichen Verhaltensweisen und einer konträren Körpersprache. Ein draufgängerischer Hund, der in vollem Tempo auf eine Katze zusteuert, kann durchaus auf ein gemeinsames Spiel aus sein. Die Katze aber sieht in dem stürmischen Annäherungsversuch einen Angriff und sucht ihr Heil in der Flucht. Hingegen kommen Tiere, die gemeinsam aufwachsen, meist gut miteinander aus, da sie die Verhaltensweisen des anderen von klein auf kennen.

Katzen verständigen sich mit Artgenossen, anderen Tieren und Menschen in ihrer eigenen Sprache, die sich aus Lauten, Bewegungen und Mimik zusammensetzt. Sie geben uns damit sehr deutlich zu verstehen, was ihnen nicht paßt, ob sie verärgert oder gerade in Spiellaune sind.

Das Gesicht, vor allem die Augen, Ohren und Schnurrhaare lassen viel vom Gefühlszustand der Katze erkennen. Sind die Ohren aufgerichtet, die Schnurrhaare zur Seite oder nach vorne gerichtet und die Augen weit geöffnet, so ist die Katze freundlich und aufmerksam. Sind Ohren und Schnurrhaare eng an den Kopf gelegt und die Augen zu schmalen Schlitzen verengt, ist hingegen Vorsicht geboten. Die Katze ist erregt und in Angriffsstimmung.

Der Schwanz der Katze ist sozusagen ihr Stimmungsbarometer: Allein aus seiner Haltung kann man erkennen, was sie gerade empfindet. Ist er hoch aufgerichtet, ist die Katze bester Laune; so begrüßt sie etwa ihren Menschen, wenn er nach Hause kommt. Ein herunterhängender Schwanz kann Mißtrauen, aber auch Gleichgültigkeit bedeuten. Fängt die Schwanzspitze zu zucken an, ärgert sich die Katze oder fühlt sich gestört. Peitscht sie mit dem Schwanz hin und her, ist sie wütend: Dann ist Vorsicht geboten.

Gegenüber echten und vermeintlichen Feinden versucht die Katze, bedrohlich auszusehen. Dazu sträubt sie das Fell und macht einen Buckel. So wirkt sie auf ihre Feinde größer und damit gefährlicher. Ein besonderes Phänomen ist das Schnurren: Katzen schnurren immer dann, wenn sie Zuwendung erhalten - also etwa am Schoß liegen dürfen, gestreichelt oder gekrault werden - und sich daher wohl fühlen. Schnurren ist damit auch für den Menschen ein Signal, daß er seine Katze richtig behandelt.

Hunde und Katzen können eine unerschöpfliche Quelle der Freude sein und unser Leben unendlich bereichern. Richtiges Verstehen des artspezifischen Tierverhaltens und eine gehörige Portion Gelassenheit und Toleranz sind allerdings der Beitrag, den wir in diese Beziehung einzubringen haben!

Welches Tier paßt zu mir?

Die Anschaffung eines Hundes oder einer Katze ist eine Entscheidung, die Ihr Leben voraussichtlich für weit mehr als zehn Jahre beeinflussen wird. Machen Sie sich daher diese Entscheidung nicht leicht, denn sowohl Sie, als auch das Tier – und natürlich Ihr soziales Umfeld – sollten mit dieser Entscheidung uneingeschränkte Freude haben. Anbei einige Tips und Informationen, die Ihnen hierbei behilflich sein können:

Kaufen Sie nur bei erstklassigen Quellen

Tierkauf ist Vertrauenssache. Kaufen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nicht spontan und überstürzt - und schon gar nicht "unter der Hand" irgendwo auf einem Parkplatz; sie würden den Kauf sehr rasch bereuen. Gehen Sie zu einem guten Züchter oder in eine vertrauenswürdige Tierhandlung. Zwinger oder Geschäft sollen sauber sein und die Tiere ordentlich gehalten werden. Lassen Sie sich ausführlich beraten und über die Bedürfnisse und Eigenheiten des Hundes aufklären. Falls möglich, sehen Sie sich auch die Elterntiere an.

Überlegen Sie vor dem Kauf, ob das Tier auch in Ihre Wohnung und zu Ihren Lebensgewohnheiten "paßt": Der Züchter oder Händler ist nämlich keineswegs verpflichtet, das Tier zurückzunehmen, wenn Sie mit der Haltung nicht zurechtkommen - von der Wirkung eines solchen Hin-und-Her auf den Hund oder die Katze ganz zu schweigen.

Falls Sie in einer Mietwohnung leben, vergewissern Sie sich, ob Sie den Hund oder die Katze dort überhaupt halten dürfen. Dafür ist in erster Linie der Mietvertrag maßgeblich. Verweist er - wie meist - auf die Hausordnung, dann sind deren Bestimmungen bindend. Mit der Unterzeichnung des Mietvertrages haben Sie also demnach auch ein eventuelles generelles Tierhaltungsverbot akzeptiert.

Welcher Hund ist ideal für mich?

Wer keinen Wert auf den Besuch von Hundeausstellungen oder auf Preise legt, kann mit einem Mischling sehr viel Freude haben. Mit der Aufnahme eines "Bastardls" tut man meist auch ein gutes Werk. Außerdem verlangen die überfüllten Tierheime, in denen viele Hunde auf ein neues Zuhause warten, vom neuen Besitzer in der Regel nur den Ersatz der bis dahin angefallenen Kosten für Futter und Impfungen. Allerdings weiß man bei einem jungen Mischling nie, wie er sich entwickeln wird. Die Möglichkeit, wie beim Rassehund Größe und Aussehen, aber auch Eigenschaften und Verhalten einigermaßen voraussagen zu können, besteht in der Regel nicht.

Ältere Hunde aus Tierheimen, die schon schlimme Erfahrungen hinter sich haben, brauchen oft längere Zeit, um wieder Vertrauen zu den Menschen zu fassen und sich in eine neue Umgebung einzuleben. Wer sich die nötige Geduld und das Einfühlungsvermögen nicht zutraut, sollte von so einem Hund lieber die Finger lassen.

Die verbreitete Ansicht, daß Mischlinge intelligenter wären als reinrassige Hunde, stimmt sicher nicht. Daß es allerdings bei einzelnen Rassen zu Überzüchtungen kommt, läßt sich leider nicht leugnen. Um sicherzustellen, daß Sie es mit einem seriösen Züchter zu tun haben, der nicht unsinnigen Modetrends folgt, führen Sie am besten ein Grundsatzgespräch über Hundezucht und Hundehaltung. Außerdem können Sie sich bei den Zuchtverbänden (Österreichischer Kynologenverband (ÖKV), Wien 01/888 70 92; Österreichische Hundeunion (ÖHU), Salzburg 0662/64 30 94) kostenlos beraten lassen.

Rüde oder Hündin?

Ein weiterer wesentlicher Faktor bei der Hundewahl ist das Geschlecht. Ob man sich für einen Rüden oder eine Hündin entscheidet, hängt von mehreren Faktoren ab. Rüden sind selbständiger und kräftiger als Hündinnen. Da sie aber das ganze Jahr über ihrem Geschlechtstrieb unterworfen sind, muß man besonders gut auf sie aufpassen, wenn Hündinnen in der Nachbarschaft läufig werden. Dazu kommt noch ihre Neigung zum Raufen mit Rivalen. Vor allem bei großen Rassen brauchen Rüden daher eine konsequentere Führung als ihre weiblichen Artgenossen.

Hündinnen sind außerhalb der meist zweimal jährlich auftretenden Hitzeperiode (Läufigkeit) leichter zu führen und zu halten. Sie sind auch anhänglicher und brauchen mehr Zuwendung. Die Hitze dauert jeweils maximal drei Wochen. Etwa in der Mitte dieser Zeit muß man ständig auf seine Hündin achten, damit sie nicht gedeckt wird. Die erste Hitze kann übrigens schon nach sechs Monaten auftreten. Das Problem mit der Hitze ist allerdings leicht zu vermeiden, indem die Hündin kastriert wird. Sie wird dabei keinerlei Wesensänderung durchmachen, sondern sich ständig so verhalten, wie sie es zwischen den Läufigkeiten in der hormonell inaktiven Zeit machen würde. Die Kastration ist daher all jenen dringend anzuraten und zu empfehlen, die nicht ernsthaft mit Ihrer Hündin züchten wollen.

Auslauf ist wichtig

Natürlich hängt das Wohlbefinden des Hundes auch von seinen äußeren Lebensumständen ab. Allerdings sollte man Faktoren wie die Wohnungsgröße nicht überbewerten: Solange die Menschen das Zusammenleben als angenehm empfinden, wird sich auch der Hund in der zur Verfügung stehenden Wohnung wohl fühlen. Wichtiger als die Größe der Behausung sind die Auslaufmöglichkeiten. Bei der Wahl des Gefährten sollte man daher - so es sich um einen Rassehund handelt - auch rassetypische Bedürfnisse berücksichtigen.

Wie komme ich zu meiner Wunschkatze?

Es gibt viele Wege, um zu einer Katze zu kommen. Häufig entscheidet der Zufall und die "Liebe auf den ersten Blick", manchmal ist eine längere, gezielte Suche unausweichlich. Geld spielt, außer bei edlen Rassekatzen, meist kaum eine Rolle.

Rassekatzen wie Siamesen oder Perser erwirbt man am besten direkt beim Züchter. Er bürgt dafür, daß das Tier wirklich reinrassig und in einem guten Gesundheitszustand ist. Stammbaum und Impfzeugnis müssen beim Kaufvertrag dabei sein. Die Adresse eines guten Züchters erfährt man am besten über den ÖVEK, den Österreichischen Verband für die Zucht und Haltung von Edelkatzen, 1090 Wien, Liechtensteinstraße 126, Telefon +43 (0)1 / 319 64 23.

Achtung bei "Okkasionskäufen" aus dem Ausland, vor allem aus den ehemaligen Ostblockstaaten: Hier war in der Vergangenheit der "günstige" Preis nur zu oft auf schlechte Zuchtbedingungen zurückzuführen. Viele Tiere waren krank. Einen solchen voreiligen Kauf wird man meist schnell bereuen.

Junge Hauskätzchen werden auch von Zoofachgeschäften angeboten. Sie sollten ebenfalls ein aktuelles Impfzeugnis besitzen; und, wie beim Züchter, gilt es auf die Umstände zu achten, unter denen die Tiere gehalten werden - also etwa auf die hygienischen Bedingungen.

Wer sich nicht auf eine bestimmte Rasse kapriziert, sondern nur einfach einen lieben, schnurrenden Hausgenossen bei sich aufnehmen möchte, kann damit zugleich ein gutes Werk tun: Die meisten Tierheime sind überfüllt mit herrenlosen Katzen, die auf einen guten und dauerhaften Platz warten.

Vor allem für alleinlebende Senioren ist eine Katze aus dem Tierheim ein idealer Gefährte: Das oft nicht mehr ganz junge Tier paßt sich der ruhigen Lebensart des alten Menschen an und bedeutet für ihn eine Aufgabe, deren Bewältigung ihm Halt gibt und täglich von neuem Befriedigung bringt.

Auch die Tierecken der Tageszeitungen bieten immer wieder Katzennachwuchs an, der meist ungeplant ins Leben gesetzt wurde und nun ein neues Zuhause benötigt. Diese Tiere bekommt man umsonst oder gegen ein geringes Entgelt.

Manchmal beschließen Katzen von sich aus, mit jemandem ihr Leben zu teilen. Heimatlose Katzen haben offenbar einen Instinkt für Menschen, bei denen sie es gut haben werden. Wenn so ein jämmerlich jaulendes Knäuel vor Ihrer Tür sitzt, will es damit zunächst Ihr Herz und dann Ihr Haus erobern. Sie sollten es nicht enttäuschen.

Der Computertest

Das IEMT (Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung) hat ein Computer-Testprogramm entwickelt, das dem Benutzer ein zu ihm passendes Heimtier empfiehlt. Es werden jeweils 2 der folgenden 5 Tierarten ausgewählt: Hund, Katze, Kleinnager (Meerschweinchen, Kaninchen), Fische und Vögel. Es lohnt sich, den Test-Fragebogen anzufordern, ....

Die kostenlose Auswertung erhalten Sie nach einigen Tagen per Post.

IEMT
Margaretenstr. 70/1/4/15
1050 Wien
Tel. +43 (0)1 /
505 26 25 30


Zu einer Katze kommt man meist auf einem von zwei Wegen: entweder durch eigene Initiative oder durch "höhere Fügung" - als Präsent, wenn die Nachbarskatze zu viele Herrenbekanntschaften pflegt, bzw. in Form eines hilflos-herzergreifenden Wollknäuels vor der Wohnungstür. Einen Hund hingegen schafft man sich in der Regel gezielt an. Gerade aus der Variante "unverhofft" entstehen aber häufig die schönsten und glücklichsten Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Der gute Wille, "es miteinander zu versuchen", ist schließlich da. Wenn nun ein Welpe ins Haus kommt, muß man sich beizeiten informieren, was der kleine Schützling für ein zufriedenes Leben braucht. Materiell ist das exakt kalkulierbar: Dem Tier kommt es vor allem auf die menschliche Zuwendung an. Wobei einen die Liebe und Wärme, die es zurückgibt, ohnehin jeden Aufwand rasch vergessen läßt.

Zugfreier Schlafplatz

Welpen sind von Natur aus neugierig und werden daher jeden Winkel der neuen Umgebung bis ins Detail untersuchen. Dem "Kennenlernen" folgt das "Besitzergreifen". Das Haus oder die Wohnung sind von nun an ihr Revier.

Katzen sind "pflegeleicht" und ziemlich anspruchslos. Neben viel Liebe und Zärtlichkeit braucht der schnurrende Neuankömmling nicht viel, um sich in seinem neuen Heim wohlzufühlen. Auch dem Hund, der von seinem Herrn geliebt wird und innerhalb der Familienhierarchie seinen festen Platz hat, fehlt nicht mehr viel zu seinem Glück.

Als Erstausstattung für die Katze sollte man einen nicht zu kleinen Korb mit einer weichen, waschbaren Einlage besorgen. Ob ihn die Katze dann tatsächlich als Schlafplatz benützt, entscheidet sie jedoch selbst. Oft sucht sie sich irgendwo in der Wohnung einen - ihrer Meinung nach - gemütlichen Fleck und okkupiert ihn. Es kommt aber auch vor, daß Katzen, die ihren Schlafkorb jahrelang ignoriert haben, diesen ganz plötzlich zu ihrem Lieblingsplatz erwählen.

Eine Katze braucht auch einen Reisekorb, sei es, um sie übers Wochenende zu Bekannten in Kost und Logis zu bringen, oder um mit ihr zum Tierarzt zu gehen. Erfahrene Katzenbesitzer kaufen von vornherein nur einen Korb - und erleichtern ihrer Katze durch ein gewohntes Transportmittel die notwendigen Ausflüge.

Auch Hunde brauchen einen eigenen Schlafplatz, dessen Standort nicht verändert werden sollte und der immer sauber und vor Zugluft geschützt sein muß.

Lassen Sie Ihren Hund niemals auf kaltem Steinboden schlafen, da schmerzhafte Nieren- und Gelenkserkrankungen die Folge sein können. Empfehlenswert ist eine vom kalten Fußboden abgesetzte Holzlade oder für erwachsene Hunde ein Weidenkorb, da diese von Welpen allzugerne zerbissen werden und Zahnfleischblutungen und Maulverletzungen nach sich ziehen können. Für Welpen leistet eine kleine Kiste, Schachtel oder Decke dieselben Dienste. Die Größe der Behausung sollte sich nach dem ausgewachsenen Tier richten. Eine Hundehütte im Garten muß ebenfalls seiner Größe entsprechen, gut isoliert und leicht zu reinigen sein.

Isolieren Sie Ihren Vierbeiner nicht von "seiner" Familie! Er ist ein Kontakttier und möchte soviel wie möglich mit seiner "Meute" zusammen sein. Das gilt vor allem für Jungtiere: Einen von seiner Mutter plötzlich getrennten Welpen in ein leeres Zimmer zu sperren, ist ganz einfach Tierquälerei. Das "verlassene" Welpenkind kann dabei sehr leicht neurotisch werden und vor Verzweiflung seine gerade erlernte Stubenreinheit vergessen.

Erstausstattung

Neben regelmäßigen Fütterungszeiten legen Hund und Katze auch Wert aufs eigene Futtergeschirr. Dieses besteht aus mindestens einer Futter- und Wasserschüssel, die rutschfest, gut zu reinigen und nicht zu klein sein sollten. Für Hunde mit langen Ohren gibt es spezielle Gefäße, die nach oben hin enger werden, damit die Schlappohren nicht ins Fressen hängen.

Große Bedeutung kommt der Katzentoilette zu: Katzen sind sehr reinliche Tiere und nehmen auch in dieser Beziehung Sauberkeit sehr wichtig. Im Zoofachhandel erhalten sie gute, unzerbrechliche Katzentoiletten, an die sich die Katze sehr schnell gewöhnt. Das "Örtchen" sollte an einem ruhigen Platz stehen, an dem die Katze ungestört ihren Geschäften nachgehen kann. Im Handel gibt es sehr gutes mineralisches Katzenstreu, das geruchsbindend ist und nicht an den Pfoten klebt. Neue, besonders hochwertige Produkte müssen nicht mehr so oft gewechselt werden. Achten Sie aber in jedem Fall auf "katzengerechte" Hygiene.

Stubenreinheit

Während das Katzenbaby von Anfang an das Katzenkistchen aufsucht, muß der Hundewelpe mit Geduld und Konsequenz zur Stubenreinheit erzogen werden, da er "von Natur aus" nicht weiß, daß er seine Notdurft nicht im Zimmer verrichten darf. Bei richtiger und konsequenter Durchführung lernt er das in der Regel in zwei bis drei Wochen.

Tragen Sie Ihren Liebling nach jeder Mahlzeit und nach jedem Aufwachen ins Freie, setzen Sie ihn ins Gras oder an den Straßenrand und reden Sie ihm gut zu, hier sein Geschäft zu erledigen. Hat er das getan, loben Sie ihn überschwenglich. Er, der seinem Herrn immer Freude bereiten will, wird bald begreifen, wie er das tun kann.

Eine weitere bewährte Methode ist auch das ständige Beobachten des neuen Familienmitgliedes. Durch auffälliges Herumschnuppern am Boden und durch merkwürdige Kreisbewegungen zeigt der Welpe an, daß er gleich "muß". Tragen sie ihn dann sofort ins Freie und loben Sie ihn nach vollbrachter Tat. Sollte es doch einmal ein Unglück geben, bestrafen oder beschimpfen Sie den kleinen Kerl nicht, er kann es noch nicht verstehen.

Putzen Sie die Bescherung weg und besprühen Sie den Platz mit einem Deodorant, damit es infolge des anheimelnden Geruches nicht zu weiteren Entleerungen kommt.

Stoßen Sie seine empfindliche Nase niemals in seine Exkremente. Für seinen überaus hochentwickelten Geruchssinn bedeutet diese Methode eine Qual, er kann diese Strafe nicht verstehen, weil er ja sein "Geschäft" verrichten muß und nur noch nicht weiß, wo.

Mit Geduld, Lob und Konsequenz klappt es hingegen in kürzester Zeit. Mit speziellen "Hundesets" - in manchen Städten gibt es hierfür spezielle Automaten - bestehend aus Sackerl und Schaufel kann ein "Malheur" umweltgerecht beseitigt werden. Von Kinderspielplätzen und Sandkisten sind Hunde fernzuhalten.

Für Hunde ist Hundesteuer zu bezahlen, die als Gemeindesteuer unterschiedlich hoch und nicht zweckgebunden ist. Erkundigen sie sich in Ihrer Gemeinde nach den Vorschriften.

Spielzeug und Kratzbaum

Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, brauchen unbedingt einen Kratzbaum, an dem sie ihre Krallen schärfen können. Im Zoohandel gibt es derartige Exemplare in jeder Form und Größe - Ihre Vorhänge und Polstermöbel werden es Ihnen danken!

Vergessen Sie nicht auf entsprechendes Spielzeug für Wuffl und Miez, wenn Sie Ihre Einrichtung schonen wollen. Für den Hund muß es groß genug sein, damit er es nicht verschlucken und stabil genug, daß er es nicht zerbeißen kann. Im einschlägigen Fachhandel werden "intelligente Spielzeuge" wie Rahmenball und Beißwurst angeboten. Zur Zahnpflege dienen spezielle Kauknochen.

Der Spieltrieb der Katze ist sehr stark entwickelt. Am liebsten spielt sie natürlich mit "ihren" Menschen und tobt solange herum, bis sie müde ist. Wer sich nicht ständig mit seiner Katze beschäftigen will oder kann, sollte für passendes Spielzeug sorgen. Es eignet sich alles, was raschelt und sich bewegt. Tischtennisbälle oder Wollknäuel sowie spezielle Spieltiere können die Katze stundenlang beschäftigen.

Zur Fellpflege benötigen Sie Kamm und Bürste, für Hunde außerdem ein Halsband sowie Leine oder Brustgeschirr sowie einen Beißkorb.

Katzen sind bei ihrer Körperpflege sehr gewissenhaft und verbringen täglich einige Stunden damit. Die ausgiebige Katzenwäsche besorgen sie mit ihrer rauhen Zunge selbst, der Mensch sollte allerdings mit Kamm und Bürste dabei behilflich sein. Sonst schluckt die Katze zuviel Haare, die sie nachträglich wieder herauswürgen muß. Katzengras erleichtert Ihnen diese Tätigkeit. Vor allem Langhaarkatzen müssen täglich gebürstet werden, damit ihr Fell nicht verfilzt.

Da junge Hunde alles anbeißen, was ihnen vor die Schnauze kommt, sind gefährdete Möbelstücke, Schuhe sowie andere Utensilien möglichst zu entfernen. Auch giftige Pflanzen, Chemikalien und Waschmittel sowie Stoppeln, Gummiringe, Nadel und Faden sollten ebenfalls "entsorgt" werden. Was am Boden steht, sollte standfest und ohne gefährliche Ecken, Spitzen und Kanten sein.

In einem derart "tiersicher" gemachten Heim steht einer gemütlichen Zweisamkeit nichts mehr im Wege.


 

Das Leben birgt viele Gefahren. Ein alter Spruch lautet jedoch, daß eine Gefahr, die man kennt, keine wirkliche Gefahr mehr ist. So ist auch die segensreiche Wirkung der Impfungen zu sehen. Natürlich kann man sein Tier nicht gegen alle Gefahren schützen, aber man sollte die Vorbeugungsmöglichkeit, die wir gegen eine Reihe von todbringenden Krankheiten haben, konsequent ausnützen und das Tier vollständig und regelmäßig impfen lassen.

Hunde

Hundewelpen kann man ab der sechsten Woche gegen Parvovirose(manchmal auch Katzenseuche genannt) impfen. Der Name Katzenseuche ist in diesem Zusammenhang ein wenig irreführend, da diese Krankheit nicht von der Katze auf den Hund - oder umgekehrt - übertragen werden kann. Es handelt sich dabei nur um ein Virus, dessen naher Verwandter bei der Katze die ebenfalls „Katzenseuche" genannte Krankheit auslösen kann. Die Impfung der Welpen gegen Parvovirose wird in der Regel bereits vom Züchter veranlaßt.

Ab der achten Lebenswoche sollte der Welpe zusätzlich mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose geimpft werden. Zu diesem Zeitpunkt kann auch eventuell bereits eine Tollwutimpfung erfolgen, allerdings nur, wenn man sich in einem Tollwutsperrgebiet befindet (Auskunft darüber gibt der Amtstierarzt der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde), oder wenn man mit dem Tier in absehbarer Zeit in das Ausland verreisen will (bei Grenzübertritt ist bei Hunden, die älter als 3 Monate sind, eine Bestätigung über die erfolgte Tollwutimpfung vorzulegen - Impfpaß!).

Wichtig: Die Grundimpfung (Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Tollwut) im Welpenalter ist grundsätzlich nach zwei bis vier Wochen zu wiederholen, um eine belastbare Immunität zu erzielen. Die Grundimpfung gegen Parvovirose besteht aus insgesamt drei Teilimpfungen, wenn die Erstimpfung im Alter von sechs Wochen erfolgt ist. Gelegentlich wird bei Hunden auch von der sogenannten 8-er Impfung gesprochen. Damit meint man im Prinzip nur die Vaccinierung gegen die oben erwähnten Seuchen, ergänzt durch verschiedene Virusstämme - insbesondere gegen Zwingerhusten.

Ist die Grundimmunisierung des Welpen abgeschlossen, so ist zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes eine jährliche Auffrischungsimpfung notwendig!

Impfschema:

Version A: wenn keine besondere Infektionsgefahr besteht

  • in der 8. bis 10. Lebenswoche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut
  • nach weiteren 3 bis 4 Wochen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut
  • danach alle 12 Monate Auffrischungsimpfung (8-er Impfung)

Version B: bei hohem Infektionsdruck

  • in der 6. Lebenswoche erste Parvovirose
  • in der 8. bis 10. Lebenswoche zweite Parvovirose, erste Staupe, Hepatitis und Leptospirose
  • in der 14. Lebenswoche dritte Parvovirose, zweite Staupe, Hepatitis und Leptospirose, erste Tollwut
  • in der 16. bis 18. Lebenswoche zweite Tollwut
  • danach alle 12 Monate Auffrischungsimpfung (8-er Impfung)

Katzen

Bei Katzen stehen uns bewährte Impfstoffe gegen Katzenseuche+Katzenschnupfen, Leukose und Tollwut zur Verfügung. Seit nicht allzu langer Zeit gibt es auch eine Impfmöglichkeit gegen die FIP (feline infektöse Peritonitis = Katzenbauchwassersucht). Bei dieser Impfung wird nicht, wie sonst üblich, das Serum unter die Haut oder in die Muskulatur injiziert, sondern in die Nasenlöcher verabreicht. Dadurch versucht man, eine lokale Immunität an der Eintrittspforte des Virus aufzubauen. Ein etwa 80-prozentigen Impfschutz gegen FIP kann so erreicht werden.

Impfschema:

Version A: wenn keine besondere Infektionsgefahr besteht

  • in der 8. bis 10. Lebenswoche Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose, (ev. Tollwut)
  • nach weiteren 2 bis 4 Wochen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose, (ev. Tollwut)
  • danach alle 12 Monate Auffrischungsimpfung

Kaninchen

Auch Kaninchen haben ein Recht darauf, geschützt zu werden - besonders dann, wenn sie gelegentlich ins Freie dürfen. Gegen zwei gefährliche Krankheiten gibt es einen Impfstoff. Die erste davon ist die Myxomatose, eine von stechenden Insekten (Gelsen) übertragbare Seuche, die zweite ist RHD (Rabbit Hämorrhagic Disease), auch Chinaseuche genannt, die erst seit etwa 1984 bei uns auftritt.

Meerschweinchen, Hamster, Schildkröten und Co.

Meerschweinchen, Hamster, Schildkröten und Co. Für diese Tiere sind derzeit Impfungen noch nicht üblich, bzw. es sind keine speziellen Impfstoffe verfügbar.


Dr. med. vet. Silvia Leugner: Schon als Kind waren für Dr. Silvia Leuger Hunde und Katzen die liebsten Spielgefährten. So war sie in früher Jugend bereits Abrichtewartin, aktives Mitglied der Österreichischen Rettungshundebrigade und Züchterin Deutscher Schäferhunde. Tierärztin zu werden war daher die nur allzu logische Konsequenz daraus. Heute genießt sie als Fachtierärztin für Ernährung und Diätetik einen hervorragenden internationalen Ruf und findet im Waltham Beratungsdienst für Tierernährung und Diätetik der Fa. Master Foods Austria in 2460 Bruck/L. als Vetcare Relations und Diets Activity Manager ihre berufliche Erfüllung. Darüber hinaus setzt sie sich als engagiertes Gründungs- und Vorstandsmitglied der Vereinigung Österreichischer Kleintiermediziner (VÖK) für die hochqualitative Weiterbildung der Tierärzte ein, ist Vizepräsidentin des Vereines "Tiere als Therapie" (TAT) und Verfasserin der Kolumne "Tier und Wir" in der Zeitschrift "Medizin Populär".

Das Kapitel "Die richtige Ernährung in allen Lebensphasen" hat Frau Dr. Leugner freundlicherweise für meine Homepage zur Verfügung gestellt.

Die Ernährung von Hunde- und Katzenwelpen

Früher einmal war alles einfach: Wolf und Wildkatze, die wilden Vorfahren unserer vierbeinigen Hausgenossen, ernährten sich und ihren Nachwuchs von dem, was sie bei der täglichen Jagd ergattern konnten. Die Mütter wußten instinktiv, was für ihre Jungen gut war, und bemühten sich nach Kräften, es herbeizuschaffen. Wenn das gelang, wuchsen die Wolfs- und Wildkatzenkinder zu gesunden, kräftigen Wölfen und Wildkatzen heran. Andernfalls gab es das, was die Biologen einen "natürlichen Ausleseprozeß" nennen.

Auf ein solches "Roulettespiel" wollen wir Menschen, die wir heutzutage eine kleine Katze oder einen Hundewelpen großziehen, uns natürlich nicht einlassen. Da uns überdies der Instinkt des Muttertieres für die richtige Futterwahl fehlt, müssen wir uns über die Bedürfnisse des kleinen Hausgenossen entsprechend informieren.

Was für erwachsene Hunde und Katzen gilt - daß sie artgerechtes, auf ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmtes Futter brauchen - gilt natürlich für Jungtiere um so mehr: So wie Menschenkinder in der Wachstumsperiode benötigen sie für ihre Entwicklung also im richtigen und ausgewogenen Verhältnis Nähr- und Aufbaustoffe, Vitamine und Mineralstoffe in größerer Menge und anderer Zusammensetzung als erwachsene Artgenossen. Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig ist schädlich.

Unterschiedliche Anforderungen

Die Zusammenstellung des richtigen Futters ist schon bei ausgewachsenen Tieren nicht einfach. So sind Hunde - entgegen weitverbreiteter Meinung - keine reinen Fleischfresser, sondern brauchen rund ein Drittel pflanzliches Beifutter, idealerweise in Form von Hundeflocken, die in der Regel mit den im Fleisch fehlenden Mineralstoffen angereichert sind. Ihre wilden Vorfahren holten sich diese zusätzlichen Nährstoffe, indem sie den überwiegend pflanzlichen Mageninhalt ihrer Beutetiere mitfraßen. Katzen wiederum haben einen viel höheren Eiweißbedarf als wir Menschen und als die meisten anderen Säugetiere.

Beim vierpfötigen Nachwuchs wird die Sache noch etwas komplizierter. Junge Hunde, die - nach vier bis sechs Wochen - von der Muttermilch entwöhnt sind, brauchen spezielle Nahrung, die sich durch besonders viel Energie, Eiweiß, Mineralstoffe (v.a. Kalzium) und Vitamine auszeichnet. Katzenkinder benötigen noch mehr hochwertiges Eiweiß und Fett als erwachsene Katzen, ausreichend - aber nicht zuviel - Vitamin A, dazu noch die Vitamine D und B1 und natürlich ebenfalls Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Jod.

Beifütterung ab wann?

Während der ersten Wochen werden Welpen nur mit Muttermilch ernährt. Diese hat einen hohen Energiegehalt und enthält mehr Eiweiß, Fett und Kalzium als Kuhmilch. Je nach Milchmenge der Hündin und der Welpenanzahl benötigen diese ab dem Ende der 3. Woche zusätzliche Nahrung.

Frühzeitiges Absetzen und Entfernen von den Wurfgeschwistern vor der 4. - 6. Woche kann zu Verhaltensstörungen führen. So können Welpen, die bis zum Alter von 10 Wochen keinen menschlichen Kontakt haben, schwer erziehbare Heimtiere werden. Daher ist menschlicher Kontakt im Alter von 4 - 10 Wochen von eminenter Wichtigkeit.

Als Beifutter kommen hochverdauliche, gut verträgliche und schmackhafte Futtermittel in Frage, die zunächst in flüssig-breiiger Form angeboten werden. Hierfür stehen spezielle Milchersatz-Instantpräparate - erhältlich beim Tierarzt, eigene Futtermischungen (nur bindegewebsarmes Fleisch verwenden) sowie spezielle "Junior"- Produkte zur Verfügung. Trockenfutter muß zunächst mit Flüssigkeit (Welpenmilch oder Wasser) angerührt werden. Feuchtalleinfutter kann mit einem Flocken- oder Mixerprodukt im Verhältnis von 3 - 4 : 1 gewichtsmäßig vermischt werden. Im Alter von 2 - 3 Monaten ist auf ein Mischungsverhältnis von 3 - 2 : 1 überzugehen.

Spezielle Welpen-/Jungtierfertigfutter bedürfen keiner zusätzlichen Nährstoff-, Mineralstoff- (wie z.B. Kalzium) und Vitaminbeigabe, da in derartigen Produkten alle erforderlichen Nährstoffe optimal enthalten sind und eine zusätzliche Supplementierung dieses Gleichgewicht stören würde. Vor kritikloser Mineralstoff- und Vitaminapplikation ist zu warnen, da Überdosierungen mit Kalzium, den Vitaminen A und D relativ häufig vorkommen und zu nachhaltigen Schäden führen.

Das erste Beifutter wird mit einer Temperatur von 35 - 37° C in einer flachen mit Butter bestrichenen Schale angeboten. Sollte sich der Welpe nicht dafür interessieren, tupft man etwas auf seine Schnauze oder stellt ihn auf die Schale. Durch Belecken der Vorderextremitäten wird die Futteraufnahme erlernt und die anderen werden diesem Beispiel folgen.

Die Futtermenge richtet sich nach dem Appetit der Welpen. Aufgrund der unterschiedlichen Milchmengenproduktion des Muttertieres kann man keine exakten Mengenangaben machen. Als Faustregel gilt: 5-10 g Beifutter je kg Körpergewicht zu Beginn bzw. 20-30g/kg gegen Ende der Säugeperiode (ca. sechs Wochen). Die Futtermenge muß zügig aufgenommen werden, ansonsten wird die nächste Mahlzeit reduziert. Kleine Portionen, damit der Magen nicht überladen wird (4 - 5 Mahlzeiten am Tag) anbieten.

Sollten sich Störungen einstellen (wie Erbrechen, Durchfall, Veränderung der Kotkonsistenz), wird die Futtermenge sofort reduziert oder die Beifütterung 1/2 - 1 Tag ausgesetzt. Elektrolytdrinks auf Basis von Traubenzucker und Elektrolyten sind in dieser Phase empfehlenswert. Die richtige Beifutterdosierung ist an der Gewichtsentwicklung der Welpen ersichtlich.

Die kleinen Hunde werden zunächst viermal pro Tag gefüttert, bei Katzenbabies mit ihren besonders kleinen Mägen beginnt man mit sechs Mahlzeiten täglich. Diese Frequenz wird sukzessive verringert, bis der "normale" Fütterungsrhythmus (ein- bis zweimal täglich für den Hund, zweimal für die Katze) erreicht ist. Daß die rasch wachsenden Jungtiere im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht ein vielfaches der Futtermenge ihrer ausgewachsenen Artgenossen vertilgen, ist ebenfalls ein wesentlicher Entwicklungsfaktor.

Zum Glück wird der Tierbesitzer bei der Futterzusammenstellung für seinen Liebling nicht alleingelassen. Zahlreiche Ratgeber, von der einfachen Broschüre bis zum mehrere hundert Seiten starken Bildband, vermitteln die erforderlichen Kenntnisse. Was dann an Fragen noch offenbleibt, beantwortet der Tierarzt, den man sowieso jedes Jahr zu Auffrischung der notwendigen Schutzimpfungen aufsuchen muß sowie spezielle Tierernährungs-Hotlines.

Alternative Fertigfutter

Wer jedoch von vornherein auf Nummer sicher gehen und sich überdies die aufwendige, meist auch "geruchsintensive" Zubereitung ersparen will, findet im Handel heute eine Riesenauswahl an Fertigfutter als Dosen- oder Trockenfutter in verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen, so daß auch für ausreichend Abwechslung gesorgt ist. Hier muß man sich nicht selbst den Kopf zerbrechen, denn als "Alleinfutter" deklarierte Produkte sind bereits artgerecht und ausgewogen vorgemischt, die Futtermengen sind exakt vorgegeben. Dafür garantiert nicht zuletzt die strenge österreichische Futtermittelverordnung.

Auch für die speziellen Bedürfnisse von Hunde- und Katzenkindern gibt es inzwischen bereits eigene Junior-Futtermischungen mit den erwähnten, für das Wachstum erforderlichen Nähr- und Aufbaustoffen. Eine alte Züchterweisheit sagt: "Am Fressen des Welpen darf nicht gespart werden. Wer hier spart, der spart am falschen Platz."

Die Ernährung von Jungtieren

Die Nahrungsansprüche wachsender Welpen (bis zur 8. Lebenswoche) und Jungtieren (3.-9. Lebensmonat) verändern sich im Laufe ihrer Entwicklung erheblich. Für die Gesundheit und Lebenserwartung ist die Aufzucht von entscheidender Bedeutung. Fütterungsfehler in dieser Phase führen oft zu irreparablen Schäden. Nach der Entwöhnung wachsen die Hundewelpen sehr schnell weiter und der Futterbedarf ist, auf die Gewichtseinheit bezogen, etwa 2-3 mal bei Katzenwelpen sogar 3-4 mal so hoch wie bei einem erwachsenen Tier. Der Zeitpunkt, zu dem Sie die Häufigkeit und Menge des Futters ändern müssen, hängt von der Rasse Ihres jungen Tieres ab und ist individuell verschieden. Kleine Rassen, Zwerghunde und Katzen erreichen ihr Erwachsenengewicht schon nach 6-9 Monaten, während sehr große Rassen wie z.B. Doggen erst nach 18-24 Monaten voll ausgewachsen sind.

Während Katzenkinder nach Bedarf freien Zutritt zum Futter haben sollten, müssen Junghunde exakt laut Bedarf gefüttert werden.

Eine freie Futteraufnahme bei großwüchsigen Rassen mit energie- und eiweißreicher Kost bedingt nämlich eine zu schnelle Wachstumsgeschwindigkeit mit Problemen am Skelett, ein zu schnelles Erreichen des Endgewichtes sowie frühzeitige Verfettung mit allen nachteiligen Folgen.

Der Kalzium- und Phosphorversorgung kommt im Hinblick auf die Skelettentwicklung besondere Bedeutung zu, wobei diese v.a. im 3. und 4. Lebensmonat besonders hoch sein sollte. Vor Überdosierungen (mehr als 1 - 1,5 g Ca/kg KG/Tag) und unkritischen Ergänzungen ist jedoch zu warnen.

Bis zum Erreichen von 40% des Endgewichtes (2.- 4. Monat) haben Jungtiere den doppelten, von 40 - 80% des Endgewichtes (4.-8. Monat) den 1,5fachen, von 80-100% (8.-12. Monat) den 1,2fachen Erhaltungsbedarf eines gleichschweren, ausgewachsenen Tieres.

Jungtiere im dritten Monat erhalten zunächst drei, Zwergrassen ab dem 6. Monat und Riesenrassen vom 9.-12. Monat nur noch zwei Mahlzeiten am Tag. Die Häufigkeit der Fütterungen hängt von der Rasse und der Energiedichte des Futters ab.

Für die Rationsgestaltung gilt sinngemäß dasselbe wie für Welpen, wobei der unterschiedliche Bedarf am besten in speziellen "Junior"-Produkten abgedeckt ist.

Die Ernährung von erwachsenen Hunden und Katzen

Während es früher üblich war, Speisereste an Hunde und Katzen zu verfüttern bzw. ausschließlich Fleisch, weiß man heute, daß diese veraltete Ernährungsform unzureichend ist, ja auf Dauer gesehen sogar schadet.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sehr genau gezeigt, welche Nährstoffe Hund und Katze exakt benötigen: Gesunde und somit ausgewogene Hunde- und Katzennahrung muß mindestens 22 bzw. 29% Eiweiß, 10-15% Fett, 5-10% Mineralstoffe, 3-5% Rohfaser sowie beim Hund 33-50% Kohlenhydrate enthalten. Diese Zusammensetzung ist bei Fertigfutter in Dosen, Schalen oder im Paket optimal berücksichtigt.

Hund und Katze sind Beutetierfresser und stürzten sich zuerst auf den vorverdauten Magen-Darminhalt, der pflanzlichen Ursprunges war. Durch die Aufnahme kleinerer Knochen deckten sie auch ihren Kalziumbedarf.

Heutzutage haben unsere Heimtiere nicht mehr die Möglichkeit der herkömmlichen "Beuteaufnahme" und sind daher zur Gänze von ihren Besitzern abhängig, die wiederum exakte Kenntnisse über Bedarf und Inhaltsstoffe des Futters haben müssen, um ihr Tier auch tatsächlich richtig und damit gesund ernähren zu können.

Die Verfütterung von Speiseresten ist ungesund, einseitige Fleischfütterung führt zum sogenannten "Nur Fleisch Syndrom". Haarausfall, dauerndes Haaren, langsames Umhaaren, Juckreiz (durch Eiweißüberschuß!), Schuppenbildung, Ekzeme, Allergien, mattes glanzloses Fell, chronische Leber- und Nierenschäden, unkorrekte Gliedmaßenstellungen, durchtrittige Pfoten, Knochenbrüche sowie Zahnausfall im Alter können die Folge sein. Wird nun zu derartigen unausgewogenen Rationen noch Vitamin D (wie z.B. Lebertran) verabreicht - wie dies v.a. bei großen Rassen gerne getan wird - so kommt es zu einer Verstärkung der Mangelsymptome am Skelett. Wird diese Ernährung nicht rechtzeitig korrigiert, sind die Schäden auf Dauer vorhanden.

Wer sein Tier selbst "bekochen" will, muß nun exakt oben erwähnte Erfordernisse erfüllen, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Fleischnebenprodukte sollten aus hygienischen Gründen (Bakterien, Parasiten) gekocht und mit Ergänzungsfutter wie z.B. Flocken oder Mixer im Verhältnis von 2 : 1 gemischt werden. Bei der Verwendung von Reis, Kartoffeln oder Teigwaren als Beifutter ist eine Mineralstoff- und Vitaminergänzung erforderlich. Der Kalziumgehalt sollte dabei ca. 1% betragen, das Kalzium:Phosphor-Verhältnis 1,2-1,4 : 1. Schweinefleisch sollte wegen der Gefahr des "Aujesky-Virus" nie ungekocht verabreicht werden. Katzen dürfen nicht zuviel Leber erhalten - pro Woche maximal ein Stück - um einer "Vitamin-A-Vergiftung" vorzubeugen.

Untersuchungen haben gezeigt, daß Tiere, die selbst zubereitetes Futter erhielten, infolge der überhöhten Kalorienzufuhr vermehrt übergewichtig waren und eine kürzere Lebenserwartung aufwiesen. Um all diesen oft schwerwiegenden Problemen vorzubeugen, ist es am zweckmäßigsten und auch am einfachsten, ein ausgewogenes Fertigfutter, welches alle erforderlichen 52 Nährstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine im richtigen Verhältnis enthält, die das Tier täglich braucht, zu verwenden.

Denn auch auf die Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe eines Futtermittels kommt es an. Ein gut gemeintes Zuviel an Kalk (= Kalzium) wird nicht vermehrt im Kot ausgeschieden, sondern hemmt auch Zink, was wiederum für ein intaktes Haut- und Haarkleid wesentlich ist. Haut- und Haarprobleme sind die Folge.

Der aktuelle Ernährungstrend geht daher immer mehr zu Fertigfutter. Und dies nicht nur bei Zucht-, Leistungs- und Ausstellungstieren, bei denen ein besseres Fell oder eine robustere Kondition und Konstitution für Siege bei Ausstellungen, Turnieren, Schlittenhunderennen bzw. Zuchterfolge Voraussetzung sind. Fertigfutter steht unter strengster tierärztlicher Kontrolle und wird nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt.

Bei Fertigfutter unterscheidet man zwischen Alleinfutter in der Dose oder als Trockenfutter, Ergänzungsfutter (wie z.B. Flocken) und Beifutter (z.B. Snacks). Für Welpen gibt es spezielles "Junior"-Futter, für ältere Hunde ein "Senior"-Produkt und für Leistungshunde "Energy" Varietäten. Neueste Produktinnovationen ermöglichen Futtermittel, die eine erhöhte Immunabwehr, verbesserte Fellkondition und ideale Kotkonsistenz bewirken.

Bezüglich Futtermenge sind die Angaben des Herstellers, die als Richtwerte gelten, entsprechend zu berücksichtigen und auf den Individualbedarf zu adaptieren.

Als Faustregel gilt: Die Futtermenge beträgt 2% der Futtertrockensubstanz bezogen auf das Körpergewicht. D.h. eine 4 kg schwere Katze benötigt täglich ca. 300g Dosenfutter oder 80g Trockenfutter. Ein 20 kg schwerer Hund 300g Trockenfutter, 1,2 kg Dosenfutter oder 400g Dosenfutter und 200g Flocken. Je kleiner das Tier, desto höher ist die Futtermenge im Vergleich zum Körpergewicht. Bei Trockenfütterung ist der Wasserbedarf erhöht, daher muß frisches Trinkwasser jederzeit zur Verfügung stehen. Der Flüssigkeitsbedarf je kg Körpergewicht beträgt 30-50 ml, wobei bei Dosenfutter bereits 80% davon durch das Futter abgedeckt sind.

Sie sehen also: Richtige Ernährung, v.a. mit Fertigfutter, ist gar nicht so schwierig, aber dennoch sollte das Sprichwort von Prof. DDr. Konrad Lorenz nicht außer acht gelassen werden, das besagt: "Die richtige Ernährung unserer vierbeinigen Freunde ist eine Kunst und Kunst kommt von Können und nicht von Wollen, denn sonst müßte es Wulst heißen!"

Gesunde Ernährung von Leistungshunden

Leistungshunde benötigen eine andere Futterzusammensetzung als Wohnungshunde. Daher gibt es bei Tierärzten, Züchtern, Abrichtevereinen und Zoohandlungen Spezialfutter für diese Tiere.

Zur Arbeitsleistung, wie dies bei Sport- und Schlittenhunden sowie Rennhunden der Extremfall ist, zählt v.a. auch die Zuchtleistung. So ist der Nährstoff- und Energiebedarf bei trächtigen und säugenden Hündinnen sowie wachsenden Welpen unterschiedlich hoch.

Während die Futtermenge in der ersten Hälfte der Trächtigkeit gleich bleibt, wird diese im zweiten Abschnitt kontinuierlich auf das 1 1/4 bis 1 1/2 fache erhöht.

Die Zusammensetzung des Futters muß dieser speziellen Situation angepaßt werden. D.h. ein eiweiß-, energie- und fettreiches Futter, angereichert mit Mineralstoffen (v.a. Kalzium) und Vitaminen, ist hier erforderlich. Bei Milchknappheit der Mutterhündin gibt es beim Tierarzt spezielle Milchersatzpräparate sowie Rekonvaleszenten-Diäten, die exakt dem Nährstoffprofil der Hundemilch entsprechen und gerne angenommen werden.

Welpen benötigen infolge des rapiden Wachstums in den ersten Monaten einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren, den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K sowie Kupfer, einen erhöhten Fettgehalt sowie ein ausgewogenes Kalzium : Phosphor-Verhältnis. Der Futterbedarf im ersten halben Jahr beträgt das Doppelte, bis 18 Monate das 1,5fache eines ausgewachsenen Tieres. Um dem Rechnung zu tragen gibt es bis zu 6 Monaten "Junior 1" mit kleineren Stückchen und ab dieser Zeit bis zu 18 Monaten "Junior 2" mit etwas größeren Brocken.

Schlitten- und Leistungshunde haben einen unterschiedlichen Bedarf. Während bei Rennhunden der leicht verfügbare Glukoseanteil erhöht sein sollte, brauchen ausdauernde Schlittenhunde einen Mehrbedarf an Fett und somit Energie. Eine Anreicherung mit B-Vitaminen unterstützt die Energiefreisetzung. Die Formulierung "Energy" ist somit für Leistungshunde und trächtige und säugende Hündinnen größerer Rassen besonders gut geeignet.

Im Anschluß an ein Gewichtsreduktionsprogramm sowie für zu Übergewicht neigende Rassen gibt es ein "Light"-Produkt mit reduziertem Energie-, Fett- und Eiweißgehalt. Dieses Produkt ist auch für magen-darmlabile und ältere Tiere gut geeignet.

Für allergische, magen-darmanfällige und zu Durchfällen neigende Hunde bietet "Sensitive", bestehend aus Lammfleisch und Reis ohne Farb- und Konservierungsmittel, als Dauerfutter das Mittel der Wahl.

Mit dieser "Lifestyle"-Ernährung (gibt es als "Kitten Growth", "Adult", "8-Plus" und "Less Active" auch für Katzen) können Sie Ihr Tier bedarfsgerecht und optimal ernähren. Denn optimale Kondition und Konstitution, schönes Fell, kräftige Knochen und gesunde Verdauung bei idealer Kotbeschaffenheit sind Voraussetzung für Bestleistungen sowie gesundes und langes Leben. Denn nur gesunde Tiere machen Freude.

Ernährungstips für ältere Hunde und Katzen

Der Alterungsprozeß beginnt sowohl bei Hunden als auch bei Katzen mit 5 bis 7 Jahren und geht mit charakteristischen Veränderungen einher. Differenzierte Leistungsanforderungen, verschiedene Haltungsbedinungen und Ernährungsformen spielen eine wesentliche Rolle. Beim Hund haben mittelgroße Rassen in der Regel eine höhere Lebenserwartung als Riesen und Zwerge. Der aufmerksame Tierhalter, der seinen Hund und/oder seine Katze kennt und dauernd beobachtet, merkt daher selbst am besten, wann Temperament und Bewegungslust seines Tieres nachlassen und ein erhöhtes Ruhebedürfnis einsetzt.

Die Alterungsvorgänge, die sich äußerlich durch Ergrauen dunkel pigmentierter Haare v.a. am Kopf ankündigen, führen zu einer Reduzierung der Zahl und Größe von Zellen in den verschiedenen Geweben und damit zu einem geringen Stoffumsatz sowie zu einer verminderten Nährstoffspeicherkapazität. Weiters kann die Leistungsfähigkeit einzelner Organe, insbesondere des Verdauungskanales, zurückgehen.

In der Folge einige Tips für Tierhalter, um sich auf die geänderte Situation besser einstellen zu können:

Ältere Tiere benötigen rund 20% weniger Futter als jüngere, da ihre spontane körperliche Aktivität nachläßt. Die Freßlust nimmt ab; der Bedarf an qualitativ hochwertigem Eiweiß steigt. Berücksichtigen Sie das bei der Ernährung Ihres Tieres. Im Handel ist speziell auf die Ernährung älterer Tiere abgestimmtes "Senioren" Futter erhältlich. Light-Produkte zur Verhinderung von Übergewicht führt Ihr Tierarzt.

Die Verweigerung der einen oder anderen Mahlzeit ist unbedenklich, hat Ihr Tier jedoch längere Zeit hindurch keine Lust zu fressen, unbedingt mit ihm zum Tierarzt! Er kann feststellen, ob das Tier krank ist oder einfach beginnt, den eigenen Bedarf auf den verringerten Stoffwechsel umzustellen. Für kranke Tiere gibt es bei Ihrem Tierarzt schon spezielle Diätfuttermittel für die verschiedensten Erkrankungen wie z.B. Leber-, Nieren-, Magen-/Darm-, Herzerkrankungen oder Diabetes, die v.a. im Alter zunehmen.

Es ist auch empfehlenswert, dem älteren Tier das Futter nicht in einer Portion zu servieren, sondern aufgeteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten. Ältere Hunde vertragen auch überhaupt keine Knochen mehr! Spezielle Snacks sind zu bevorzugen.

Erkrankungen in der Mundhöhle wie Zahnstein, Parodontose und Zahnfleischentzündungen treten im Alter häufiger auf und gestalten das Fressen mitunter sehr schmerzhaft, so daß die Futteraufnahme auf ein Minimum reduziert oder überhaupt ganz eingestellt wird. Flüssig-/ Instant- und Dosendiäten erleichtern die Nahrungsaufnahme.

Auch Tiere brauchen Diätfutter - Diät als Teil der Therapie

Diät ist mehr als eine Abmagerungskur. Diät ist eine spezielle Form der Ernährung, eine bestimmte Zusammenstellung der täglichen Kost, die verschieden ist von jener gesunder Tiere, nämlich exakt abgestimmt auf die Bedürfnisse Erkrankter.

Gezielt vom Tierarzt verschrieben, ist eine Diät ein wichtiger Teil der Therapie. Denn kranke Tiere benötigen eine andere Nahrung als gesunde.

Heute ist allgemein bekannt, daß eine ausgewogene Ernährung die Basis für ein gesundes Leben darstellt. Wenige wissen jedoch, daß über die Nahrung Krankheiten auch positiv beeinflußt werden können. Denn Erkrankungen verursachen oft Stoffwechselstörungen, die - bleiben sie ernährungsmäßig unberücksichtigt - nachhaltige Wirkungen auf den Krankheitsverlauf haben können. Ein Diätfutter ist daher speziell auf die vorhandenen oder zu erwartenden Stoffwechselsituationen optimal eingestellt. Eine Diät unterstützt den Heilungsverlauf, beseitigt oder schwächt Beschwerden bei chronischen Erkrankungen ab und kann sogar eine Wiederkehr bestimmter Krankheiten verhindern. Grundlage diätetischer Maßnahmen sind wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Ernährung gesunder Tiere. Die Diätvorschriften weichen dann in der Regel von diesem "normalen" Futter ab.

Diätfuttermischungen zielen auf die Beseitigung, Abschwächung oder Vorbeugung abnormer oder krankhafter Körperzustände. Sie kommen vor allem bei Nierenerkrankungen, Übergewicht (Fettsucht), Hauterkrankungen (Allergien), Magen- / Darmerkrankungen, mutterloser Aufzucht, Leber- und Pankreaserkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes), Harnsteinen und Herzerkrankungen zum Einsatz. Bei chronischen Krankheiten muß die Ernährung auf Dauer umgestellt werden.

Diätfutter muß besonders gut schmecken

Wer es bereits selbst versucht hat, kennt die Problematik: Selbstbereitete Krankenkost schmeckt nach nichts! Einen menschlichen Patienten kann man durch vernünftiges Zureden zum Essen bewegen, ein Tier nicht. Diätfutter muß daher zweierlei Anforderungen erfüllen. Es muß den veränderten Bedarf an Nährstoffen sicherstellen und besonders schmackhaft sein. Es muß nicht nur dem therapeutischen Zweck gerecht werden, sondern auch der Akzeptanz durch das kranke Tier.

Die Ernährung bei Nierenkrankheiten

Klinische Leitsymptome sind vermehrter Durst und Harnabsatz, Austrocknung (v.a. bei der Katze) und Erbrechen. Das Ziel diätetischer Maßnahmen bei Nierenkrankheit ist darin zu sehen, eine der gestörten Ausscheidungsfunktion der Nieren angepaßte Zufuhr von Eiweiß, Elektrolyten und Wasser sicherzustellen. Weiters ist die Phosphorzufuhr entsprechend zu reduzieren, was durch Fütterung von Low Phosphorus Low Protein Diäten gewährleistet ist.

Die Ernährung bei Fettsucht

30% aller Hunde sowie 9% aller Katzen sind übergewichtig. Durch Verminderung der Nahrungsaufnahme wird das Mißverhältnis zwischen Energiezufuhr und -verbrauch beseitigt. Vermehrte Bewegung unterstützt den Erfolg. 60% des Erhaltungsbedarfes bezogen auf das Sollgewicht bewirken eine ca. 5%ige Gewichtsabnahme, d.h. beim Hund 0,5 - 1,5 kg/Woche, bei der Katze 0,1 kg. Abmagerungsdiäten sind ernährungsphysiologisch ausbalanciert, energiearm, fettarm, rohfaserreich und enthalten eine um ca. 40% geringere Energiedichte als herkömmliche Futtermittel. Der Erhaltungsbedarf an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen muß bei Reduktionsdiäten jedoch abgedeckt werden, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommt. Als Abmagerungsdiäten kommen Fertigfutter mit reduziertem Kaloriengehalt bzw. spezielle Low Calorie Diets in Frage.

Die Ernährung bei Futtermittelallergie

Während die Ursachen noch weitgehend ungeklärt sind, sind Allergien im Zunehmen begriffen. Es handelt sich dabei um eine Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber bestimmten Stoffen (zumeist ein bestimmtes Eiweiß), die normalerweise gut vertragen werden. Derartige Allergien sind zumeist auf die Haut oder auf den Magen-/ Darmbereich (Erbrechen, Durchfall) beschränkt.

Es kommt innerhalb von Minuten oder Stunden – oft erst von Tagen – zu starkem Juckreiz mit Rötungen, Schwellungen, Schuppenbildung und Entzündungen im Kopf-/Halsbereich oder Schwellung der Lidbindehäute und Rötung des äußeren Gehörganges. Eine Futtermittelallergie ist unabhängig von Rasse und Jahreszeit und prinzipiell gegen alles möglich. Meist erkrankt nur ein Tier je Gruppe. Vor allem Milch, Fleisch von Rind und Schwein sowie Weizen sind häufige Auslöser.

Die Diagnose wird mittels Eliminationsdiät (die den verursachenden Bestandteil nicht enthält und idealerweise noch nie gefüttert wurde!) gestellt. Da dies in der Praxis oft nicht leicht ist, greift man auf kommerzielle Anti-Allergiediäten zurück, die aus nur einer definierten Eiweiß- und Kohlenhydratquelle bestehen wie z.B. Selected Protein Diets auf Basis Huhn und Reis oder Fisch und Maniok, die als Alleinfutter zeitlebens verabreicht werden können.

Als Anschlußtherapie oder Alternative kann "Sensitive" auf Basis Lamm und Reis probiert werden. Eine Besserung erfolgt in der Regel nach 3 - 5 Tagen. Ein gänzliches Verschwinden der Symptome nach 2 - 3 Wochen. Daher sind derartige Eliminationsdiäten mindestens 3 - 9 Wochen zu verabreichen. Und wer es genau wissen will, wogegen sein Tier allergisch ist, versuch im Anschluß an die Diät in wöchentlichen Abständen eine Provokationsdiät mit verschhiedensten Inhaltsstoffen. Das allergieauslösende Futter ist lebenslang vom Futterplan zu streichen.

Die Ernährung bei Verdauungsstörungen (Durchfall)

Durchfall kann vom Dünndarm oder vom Dickdarm ausgehen und akut oder chronisch sein. Die Ursachen sind mannigfach. Neben ernährungsbedingten Störungen kommen Infektionskrankheiten, Parasiten, Störungen der Darmbewegung, Fermentmangel, giftige Substanzen, Futterunverträglichkeit, Allergien oder Organstörungen in Frage. Auch Erschöpfung, Überhitzung und Streß können Durchfall verursachen.

Schlachtabfälle, unaufgeschlossene Kohlenhydrate, Milch, Weizen, zu heißes oder zu kaltes Futter und unhygienische Futterbeschaffenheit sind weitere Ursachen.

Die diätetischen Maßnahmen sind den Ursachen entsprechend abzustimmen. Allgemein sollten unverträgliche Nahrungsbestandteile sofort eliminiert werden (z.B. Milch, Schlachtabfälle, Eiklar, usw.). Die Tiere sollten weiters 48 Stunden fasten (Trinkwasser zur freien Verfügung und bei starkem Durchfall und Erbrechen mit Kochsalz (2-3g/l) bzw. anderen Elektrolyten versetzen!). Weiters dienen schwarzer Tee oder Kamillentee mit 2-3% Traubenzucker versetzt als Flüssigkeitsersatz. Nach der Fastenperiode wird eine leichtverdauliche Diät mit hochverdaulichem Protein und Fett mit rohfaserarmen Kohlenhydraten, angereichert mit Mineralstoffen und Vitaminen, zunächst 3-4 Portionen täglich, eingesetzt.

Für Verdauungsstörungen, Durchfall sowie Erkrankungen der Bauspeicheldrüse ist Canine Low Fat Diet besonders geeignet. Das Diätfutter besteht aus hochverdaulichen Proteinen, wenig Fett (max. 5%) und rohfaserarmen Kohlenhydraten und ist mit Mineralstoffen und Vitaminen angereichert. Als Alleinfutter kann es lebenslang verabreicht werden.

Eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ist erblich bedingt und tritt besonders häufig bei großen Rassen, v.a. beim Deutschen Schäferhund, auf. Die Hunde zeigen Heißhunger, nehmen aber nicht zu und sind äußerst mager. Es kommt zum häufigen Absatz großer Mengen lehmfarbenen, blasig durchsetzten und säuerlich riechenden Kotes. Die Krankheit kann mittels Diät und eventueller Enzymzusätze wirkungsvoll behandelt werden.

Bei chronischen Dickdarmerkrankungen (Kolitis), erkennbar an dauerndem Kotpressen und häufigem Absetzen kleiner Klumpen mit schleimigen Beimengungen sowie bei Verstopfung, Magen-Darmbewegungsstörungen, erhöhten Blutfettwerten und auch bei Zuckerkrankheit (=Diabetes) ist Canine High Fibre Diet, die eine optimale Mischung an löslicher und unlöslicher Rohfaser aufweist, empfehlenswert.

Bei Lebererkrankungen und Kupferspeicherkrankheit beim Hund gibt es Canine Hepatic Support Diet.

Bei allergisch bedingten Magen-Darmstörungen wird die Anti-Allergiediät Canine Selected Protein Diet, welche gluten-, laktose- und sojafrei ist und ausschließlich aus Hühnerfleisch und Reis bzw. Fisch und Maniok besteht, empfohlen. Jetzt neu auch als Trockenfutter Capelin & Tapioca erhältlich.

Für magen-darmlabile oder nervöse Tiere, die immer wieder zu Durchfall neigen sowie für Katzen mit Diabetes-, Leber- und Pankreaserkrankungen ist als allgemeine Schonkost, die mäßig fett- und eiweißreduziert ist, Conditioning Diet als Mittel der Wahl zu empfehlen.

Die Ernährung bei Harnsteinen (F.L.U.T.D. - Feline Lower Urinary Tract Disease)

F.L.U.T.D. ist eine multifaktorielle Erkrankung unbekannter Ursache, die sich durch Anhäufung von Harnsteinen (vornehmlich Struvit) im unteren Harntrakt und/oder sterile Blasenentzündung manifestiert. Eine Reihe von Faktoren wie Infektionen, Haltungsform, Kastration sowie Ernährung wurden als auslösende Faktoren diskutiert.

Als Diäteinflüsse gelten der Wasser- und Mineralstoffgehalt (v.a. Magnesium und Phosphor) sowie die Verdaulichkeit der Ration, die Fütterungsmethodik und der Einfluß der Ration auf den pH-Wert des Harns. Als Harnsteindiät empfiehlt sich eine steinauflösende sowie prophylaktisch wirkende Low pH Control mit reduziertem P- und Mg-Gehalt, die einen pH-Wert von £ 6,4 aufrechterhält und über 10 bis 12 Wochen ausschließlich gefüttert wird. Als weitere Maßnahme wird empfohlen, herkömmliches Futter zur Harnverdünnung mit 1% zu salzen. In Markenkatzentrockenfutter ist diese Maßnahme bereits berücksichtigt.

Die Ernährung bei Herz-/Kreislauferkrankungen

Chronische Herz-Kreislauferkrankungen sind mit einer Zurückhaltung von Natrium im Organismus verbunden, wobei die tägliche Nahrung unter Berücksichtigung des klinischen Gesamtbildes natrium- und somit kochsalzarm sein soll. Da die üblichen Komponenten von Fleischfresserrationen wie z.B. Nebenprodukte der Fleischerei sowie verschiedene Getreidesorten natriumarm sind, ist diese diätetische Forderung leicht zu erfüllen. Kochsalz und Mineralstoffmischungen, Innereien, Karotten, ganz Eier und gesalzene Futtermittel sind zu vermeiden. Spezielle Low Sodium Diets garantieren neben einer hohen Energiedichte niedrige Natrium-Gehalte.

Als Flüssigdiäten stehen zur Verfügung:

Für die mutterlose Aufzucht von Hunde- und Katzenwelpen oder als Zusatznahrung für trächtige, säugende oder anders geschwächte Tiere ist Feline / Canine Milk Substitute Instant Diet ideal. Sie wirkt stabilisierend für die Darmflora und kann als Allein- oder Ergänzungsfutter regelmäßig verabreicht werden.

Für Hunde und Katzen, die eine leicht verdauliche Flüssignahrung benötigen, z.B. nach Operationen, Impfungen, Infektionen, Verletzungen, etc. steht Feline / Canine Concentration Instant Diet zur Verfügung. Sie kann als Alleinfutter oder Zusatznahrung zeitlebens verabreicht werden. Als Kräftigungsdiät für Leistungs- und Zuchttiere auch als Dosendiät erhältlich.

Feline / Canine Electrolyte Instant Fluid Diet ist eine Traubenzucker-Glukoselösung, die bei Austrocknung nach Erbrechen, Durchfällen sowie Operationen eingesetzt wird. Sie wirkt stabilisierend auf die Darmflora und dient auch als Fitneß-Drink für Leistungstiere.

Feline und Canine Diets entsprechen absolut den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen erkrankter Tiere und ihrem speziellen Nahrungsprofil. Es steht jedoch nicht nur der therapeutische Nutzen im Vordergrund, sondern durch die hohe Akzeptanz wird die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Diät gewährleistet - nämlich, daß die Tiere diese auch gerne aufnehmen.

Diätfutter - nur vom Tierarzt

Entsprechend dem hohen therapeutischen Wert dieser Diätfuttermittel werden sie nur vom Tierarzt abgegeben. Diätkuren sind nämlich nur dann sinnvoll, wenn sie auf einer fachlichen abgesicherten Diagnose beruhen und laufend exakt überwacht werden.

Wie so oft hängt der Erfolg einer Therapie von der Kooperation des Tierbesitzers mit dem Tierarzt ab. Und nicht zu vergessen - ohne Ausdauer und Konsequenz ist jegliche Maßnahme zum Scheitern verurteilt.

Bezüglich weiterer Informationen über Diätetik und Diäten sowie kostenloser Broschürenanforderung wenden Sie sich bitte zum Ortstarif an die Waltham Hotline unter 0660 / 8048, Mo und Do 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr, Mi 8 Uhr bis 12 Uhr.


Das entscheidende 1. Jahr

Wie gefahrvoll ist eigentlich der erste Lebensabschnitt eines Hundes oder einer Katze? Was können wir tun, um unseren neuerworbenen Liebling bestmöglich zu schützen? Was sollten wir wissen, um das Verhalten unseres Welpen richtig interpretieren zu können und bei der Erziehung keine großen Fehler zu machen? Fragen über Fragen. Die Antwort: Ähnlich wie beim Menschen werden auch bei Hund und Katze im ersten Lebensabschnitt die wesentlichen Weichen für die Zukunft gestellt. Ein solides Fundament ist die beste Voraussetzung für ein langes, gesundes und glückliches Leben! Das gilt hinsichtlich Ernährung, Pflege und Gesundheitsvorsorge genauso wie für die Erziehung!

Erziehung schafft Freunde

Ein gut erzogener Hund macht nicht nur seinem Besitzer und seiner Familie viel Freude; er wird auch seiner Umgebung - sei es auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Restaurant - angenehm auffallen und damit eventuellen Hundegegnern in der Nachbarschaft den Wind aus den Segeln nehmen.

Der verantwortungsbewußte Hundebesitzer wird also seinem Hund einiges beibringen müssen. Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Erziehung sind Geduld, Selbstdisziplin, Sympathie und Verständnis für den vierbeinigen Partner.

Stubenreinheit

Die Erziehung des Welpen fängt mit der Stubenreinheit an, die bereits im letzten Kapitel beschrieben wurde. Grundbegriffe der guten Hundeerziehung können Sie Ihrem vierbeinigen Partner leicht selbst beibringen. Sie brauchen dafür nur Geduld, eine lange Leine und täglich etwa zehn Minuten, möglichst immer zur selben Tageszeit. Grundsätzlich soll ein Junghund nur von einem Familienmitglied erzogen werden, denn wenn er seine Befehle immer von ein und derselben Stimme bekommt, kann er sie leichter mit der Ausführung in Verbindung bringen.

Der Name

Am wichtigsten ist, daß der Hund seinen Namen kennt und auf seinen Ruf zu Ihnen kommt. Tut er das nicht, legen Sie ihm eine lange Leine an, rufen ihn und ziehen ihn sanft zu sich heran. Ist er dann bei Ihnen, so loben und streicheln Sie ihn. Da er für Zärtlichkeiten schwärmt, hat er sehr bald verstanden, was Sie von ihm wollen.

Als zweites muß er lernen, etwas nicht zu tun: Sagen Sie energisch "nein". Das heißt für ihn soviel wie "hör' sofort auf mit dem, was du gerade tust!" Gehorcht er Ihnen, ist wieder das übliche Lob fällig - Hunde können davon nie genug bekommen.

"Sitz" - "Platz" - "Fuß"

Bei dem Befehl "Sitz" drücken Sie ihm das Hinterteil gegen den Boden. Ähnlich bringen Sie ihm "Platz" oder "Fuß" bei. Dieses "Fuß" ist beim Spazierengehen sehr wichtig: Nehmen Sie ihn an die kurze Leine und wiederholen Sie Ihren Befehl. Ihr Hund hat dann schnell begriffen, obwohl es für ihn an sich sehr schwer ist, so langsam zu gehen wie Sie.

Richtiges Verkehrsverhalten

Es passiert leider immer wieder: Bremsen kreischen, ein Auto kommt schlitternd zum Stehen und ein vierbeiniger Verkehrsteilnehmer liegt verletzt auf der Straße. Es gibt keine Statistik darüber, wieviele Hunde jährlich in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Auf jeden Fall wäre ein Großteil davon vermeidbar, denn verantwortungsbewußte Beaufsichtigung und richtige Erziehung können die meisten dieser Unfälle verhindern.

Hier einige Verhaltensregeln:

Führen Sie den Hund auf verkehrsreichen Straßen immer an der Leine. Ein gut erzogener Hund muß auf "Steh" und "Sitz" hören. Ein "verkehrssicherer" Hund überquert nie alleine die Straße, er wartet auf seinen Herrn. Denken Sie daran, daß Hunde leicht erschrecken und sich auch ablenken lassen (z.B. durch einen fremden Hund auf der anderen Straßenseite). Auch für Autofahrer wichtig: Hunde reagieren ähnlich unvorhersehbar wie Kinder. Also Achtung! Im Auto muß der Hund auf jeden Fall hinten sitzen und - falls er zum Herumspringen neigt - mit einem Brustgeschirr angeleint sein. Öffnen Sie das Fenster nur einen Spalt oder verwenden Sie ein Fenstergitter - es ist schon vorgekommen, daß Hunde auch durch teilweise geöffnete Fenster aus dem fahrenden Auto gesprungen sind. Lassen Sie Ihren Hund immer nur auf der von der Straße abgewandten Seite des Autos aus- und einsteigen. Dabei gilt: beim Einsteigen zuerst der Hund, dann Gepäck und Mitfahrer, beim Aussteigen ist es umgekehrt. Richtiges Verhalten im Straßenverkehr kann Ihr Hund lernen. Am leichtesten geht dies am Abrichtplatz. Dort sorgen geschulte Fachleute dafür, daß Ihr Hund verkehrssicher wird. Entschließen Sie sich aber nur für eine Hundeschule, in der Sie mit Ihrem Hund gemeinsam ausgebildet werden. Erstens kann man dabei selbst eine Menge lernen, zweitens haben Sie dadurch die Gewähr, daß Ihr Hund sich noch enger an Sie anschließt und auch im täglichen Straßenverkehr Ihren Befehlen gehorcht. Lassen Sie aber Ihren Hund nicht zu früh ausbilden: einen sechs Monate alten Hund "in die Schule" zu bringen, ist genauso sinnlos, wie ein Kleinkind ins Gymnasium schicken zu wollen. Beide sind noch verspielt. Welpenkurse sind jedoch empfehlenswert.

Strafen bringt nichts

Bestrafen Sie Ihren Hund bei der Erziehung niemals, wenn er einen Behfehl verkehrt oder überhaupt nicht ausführt: Auf die Dauer würde er die Strafe mit dem Befehl verbinden - also genau das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen. Schlagen Sie Ihren Hund niemals mit der Hand und schon gar nicht mit dem Fuß. Es ist für ihn viel besser verständlich, wenn Sie ihn energisch zurechtweisen oder, wenn es sein muß, am Nackenfell beuteln.

Wolfserbe und Löwenblut

Während die Vorfahren unserer vierbeinigen Lieblinge einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt waren, geht es unseren Haushunden und -katzen heutzutage hinsichtlich dieser Risikofaktoren viel besser, denn wir sorgen für sie. Dennoch gibt es gerade im ersten Lebensjahr des Hundes oder der Katze eine Reihe von potentiellen Gefahren, über die man Bescheid wissen sollte - immer nach dem Motto: Eine Gefahr, die man kennt, ist keine Gefahr mehr!

Parasiten

Durch Parasiten bedingte Krankheiten sind hier wohl an erster Stelle zu nennen, da es kaum einen Hunde- oder Katzenwelpen gibt, der nicht von irgendwelchen Parasiten befallen ist. Geringgradiger Wurm- oder Flohbefall stellt sicher kein besonderes Problem für Welpen dar; nehmen jedoch die Parasiten überhand, ist schnell ein lebensbedrohlicher Zustand erreicht. Deutliches Symptom dafür ist bei Welpen der sogenannte Wurmbauch, eine Auftreibung, die manchmal mit einem "besonders guten Nährzustand" verwechselt wird. Todesfälle sind dann nicht selten. Als besonders gefährlich sind die weitverbreiteten Arten wie Spulwürmer oder Hakenwürmer anzusehen, da sich der Welpe mit ihnen bereits im Mutterleib oder über die Milch infizieren kann. Abgesehen davon, daß trächtige Tiere ordnungsgemäß entwurmt gehören, sollten Welpen bereits in einem Alter von zwei Wochen das erste Entwurmungsmmittel erhalten. Abhängig von den hygienischen Verhältnissen im Zwinger ist der Welpe zumindest monatlich, später vierteljährlich zu entwurmen. Eine gezielte und regelmäßige Flohbekämpfung ist ebenfalls ab dem Welpenalter vorzunehmen, da der Flohbefall allgemein unterschätzt wird. An Parasitenbekämpfung ist auch immer dann zu denken, wenn der Hund mit auf Urlaub war - insbesondere dann, wenn die Reise in den warmen Süden geführt hatte. Es gilt nämlich die Regel: Je wärmer das Klima ist, desto häufiger kommen Parasiten jeglicher Art vor! Die gute Nachricht zu diesem Thema lautet jedoch, daß wir heute über eine Reihe sehr guter Medikamente verfügen, welche die Vorbeugung bzw. Behandlung einfach und sicher machen. Es liegt also nur am Tierbesitzer, entsprechend zu handeln.

Staupe und Co.

Leider gibt es sie noch, die lebensgefährlichen Hundeinfektionskrankheiten wie Staupe, Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis), Stuttgarter Hundeseuche (Leptospirose),

Katzenseuche (Parvovirose) und natürlich Tollwut (Rabies). Unzählige Welpen sind ihnen früher zum Opfer gefallen. Bei den Katzen sind Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose, infektiöse Bauchwassersucht der Katze (FIP) und natürlich ebenfalls die Tollwut zu nennen. Heute haben wir glücklicherweise bewährte Impfstoffe dagegen. Wenn man schon sein Tier nicht gegen alle Krankheitsgefahren schützen kann, so gilt es jedenfalls, die Vorbeugungsmöglichkeiten, die wir gegen "Staupe und Co." haben, konsequent zu nutzen und das Tier vollständig und regelmäßig impfen zu lassen.

Aufzuchtprobleme

Wir selbst - als Hunde- bzw. Katzenhalter - können eine Reihe von Problemen bei Welpen verursachen, die beim erwachsenen Tier nicht mehr wettzumachen sind. Das fängt an bei unausgewogener oder schlichtweg falscher Ernährung, setzt sich fort über Erziehungs- und Ausbildungsfehler und endet beim lieblos gehaltenen Zwingerhund oder der halbverwilderten, streunenden Katze. Damit das nicht passiert, sollte sich jeder, der sich nicht ruhigen Gewissens als "Tierprofi" bezeichnen kann, eingehend mit der entsprechenden Fachliteratur beschäftigen und sich vertrauensvoll an den Tierarzt wenden.

Ohne Fleiß kein Preis

Ein guterzogener Hund und eine glückliche, verhaltensnormale Katze ist für jeden Tierhalter (und seine Familie) eine unglaubliche Bereicherung. Aber auch hier gilt uneingeschränkt der Spruch: Ohne Fleiß kein Preis! Nur wer sich diesen "Fleiß" zutraut, sollte an die Anschaffung eines Welpen denken. Dann wird jedoch auch die Freude eine große sein.

Das erwachsene Tier – in der Blüte des Lebens

Im Erwachsenenalter des Tieres sollte es kaum gesundheitliche Probleme geben, wenn all das beachtet wurde, was es über das erste Lebensjahr zu sagen gab. Pflege und Vorbeugemaßnahmen wie richtige Ernährung, Impfungen, Parasitenbekämpfung und jährlicher Gesundheitscheck sollen nicht nur Hund und Katze momentan gesund erhalten, sondern auch die Weichen für ein langes und gesundes Leben stellen.

Zu beachten ist, daß eine Verletzungsgefahr bei Tieren im Erwachsenenalter gegeben ist. Einerseits sind die Tiere sehr bewegungsfreudig und aktiv, andererseits kann es durchaus zu Rivalitäten mit anderen Tieren kommen, die in Raufereien enden. Vorsicht und Vernunft seitens des Tierhalters sind daher angesagt.

Im übrigen sollten Sie diese Lebensspanne ihres vierbeinigen Freundes voll genießen und nutzen. Besonders mit Hunden kann man ausgedehnte Spaziergänge machen, Hundesport wie etwa Agility betreiben oder einfach nur ausgelassen herumtollen. Lassen Sie sich von der unbändigen und herzerfrischenden Lebensfreude Ihres Hundes mitreißen oder schneiden Sie sich von der stoischen Gelassenheit und Ruhe Ihrer Katze eine Scheibe ab. Eines ist klar: Sie werden all die Liebe, die Sie in Ihr Tier investieren, hundertfach zurückerhalten!

Wenn unsere Heimtiere altern: Der Lebensabend

Durch unsere besondere Fürsorge und durch die modernen tiermedizinischen Möglichkeiten werden unsere vierbeinigen Gefährten heute deutlich älter als früher. Auch wenn man unseren Heimtieren das Altern lange Zeit kaum ansieht, ergeben sich doch - ebenso wie beim Menschen – durch den Alterungsprozeß besondere Situationen, auf die Rücksicht zu nehmen ist.

Betagten Vierbeinern machen vor allem chronische Krankheiten und Abnützungserscheinungen zu schaffen: Besonders häufig sind Störungen und Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems, der Nieren, der Leber, des Bewegungsapparates, der Augen und Ohren sowie die erhöhte Neigung zu Tumoren.

Der Alterungsprozeß wird durch eine Reihe von Faktoren beeinflußt, wobei besonders beim Hund die Unterschiede in der Körpergröße eine entscheidende Rolle spielen: Kleine Hunderassen gelten als langlebiger als Riesenrassen. So liegt die Lebenserwartung von Hunden - abhängig von Größe und Rasse - zwischen 11 und 17 Jahren. Katzen können über 20 Jahre alt werden. Je höher die Lebenserwartung, desto später sind Veränderungen aufgrund des Alterungsprozesses zu erwarten.

Natürlich spielen auch die Haltungsbedingungen eine große Rolle. Hier hat der Tierhalter entscheidenden Einfluß auf Lebensqualität und Lebensdauer seines Vierbeiners. So ist zum Beispiel bei Tieren mit freiem Auslauf die Lebenserwartung aufgrund der hohen Unfallsgefahr gegenüber wohlbehüteten Hunden und Katzen deutlich verringert. Tiere im ländlichen Bereich leben länger als in verkehrsdichten Großstädten und kastrierte Wohnungskatzen werden älter als "Streuner".

Ein weiterer Risikofaktor, der bekanntlich das Leben verkürzen kann, ist falsche Ernährung. Übergewicht und Fettsucht mit all ihren negativen Begleiterscheinungen sind leider viel zu häufig bei alten Tieren zu sehen. Aber auch ernährungsbedingte Organschäden sind oft zu beobachten. Dabei ist es so einfach, ein Tier optimal zu ernähren. Die

Heimtiernahrungsindustrie bietet je nach Lebensphase und Leistung hochwertige Produkte an, die alle erforderlichen Nährstoffe – auch für Senioren - in einem physiologisch ausgewogenen Verhältnis enthalten.

Erkrankungen in der Mundhöhle wie Zahnstein, Parodontose und Zahnfleischentzündungen treten im Alter häufiger auf. Das gilt besonders für die Katze. Das Fressen wird dadurch mitunter so schmerzhaft, daß die Futteraufnahme auf ein Minimum reduziert oder ganz eingestellt wird. Damit dieser Fall nicht eintritt, ist eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle und gegebenenfalls Sanierung der Mundhöhle unbedingt erforderlich.

Alternde Hunde und Katzen verhalten sich auch anders als junge. Sie sind meistens weniger neugierig, spiel- und bewegungsfreudig und schlafen häufiger und länger. Veränderungen in der Umgebung oder im Tagesablauf werden weniger gern toleriert. So reagieren speziell Katzen mit konsequenter Futterverweigerung oder Stubenunreinheit, wenn sie sich in ihren Lebensgewohnheiten gestört fühlen. In diesen Fällen ist die intensive Zuwendung einer nahestehenden Person sicherlich die beste Therapie - nützt sie dennoch nichts, hilft der Tierarzt mit wertvollen Tips weiter.

Eine regelmäßige Gesundenuntersuchung ist gerade bei Heimtieren der wesentlichste Beitrag zur Krankheitsvorsorge: Schließlich können sie uns nicht sagen, wenn ihnen etwas wehtut. Der beim Tierarzt erhältliche Gesundheitspaß, der Hund oder Katze vom Welpenalter an begleitet oder beim älteren Tier im Zusammenhang mit einer Altersvorsorgeuntersuchung begonnen werden kann, ist dabei sehr zweckmäßig. In diesem Paß sind alle Daten eines Tieres zusammengefaßt und dem Tierbesitzer jederzeit zugänglich - dies ist auch bei einem Tierarzt-Wechsel (etwa im Urlaub) von Vorteil. Wir empfehlen den Gesundheitscheck zunächst einmal jährlich - am besten im Rahmen der Jahresimpfung - und mit Beginn des Alterns, etwa ab dem 5.- 8. Lebensjahr, in halbjährlichen Abständen. Denn auch bei Tieren ist frühzeitige Erkennung und Behandlung einer Krankheit der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Heilung.

Unsere vierbeinigen Lieblinge brauchen im Alter neben Ruhe und Wärme aber vor allem eines: Noch mehr Liebe und Zuneigung. Wir sollten sie ihnen geben, denn erstens haben sie sich das verdient und zweitens macht uns das selbst zufrieden und glücklich.


Richtige Ernährung, Haltung, Pflege und Krankheitsvorbeugung durch Impfungen und Parasitenbekämpfung sollten Erkrankungen Ihres Tieres zu einer seltenen Ausnahme werden lassen. Da aber für den Heilerfolg im Fall der Fälle entscheidend ist, wie rechtzeitig die Krankheit erkannt wurde, ist es sehr wichtig, als Tierbesitzer ein "gesundes Gespür" für Krankheitsanzeichen zu entwickeln – und vor allem dafür, ab wann die Alarmglocken läuten sollten!

Die wichtigsten Krankheitsanzeichen:

  • Verminderter Appetit

Über kurz oder lang kennt jeder sein Tier sehr genau. Man weiß, was es gerne frißt und ob es normalerweise eher viel oder wenig Futter aufnimmt. Wird nun das gewohnte Futter nicht angerührt und werden auch die sonst liebend gerne angenommenen Leckerbissen verweigert, dann ist jedenfalls erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Hält die Appetitlosigkeit auch am zweiten Tag an, so ist es empfehlenswert, den Tierarzt zu konsultieren.

  • Durchfall, Erbrechen

Wenn Durchfall und/oder Erbrechen auftreten – oft in Zusammenhang mit Appetitlosigkeit - so sind das weitere, sehr ernstzunehmende Krankheitsanzeichen, sofern deren Ursachen nicht in bloßer "Überfütterung" gefunden werden können. Besonders bei Welpen, die ja noch wenig Energiereserven haben, sollte man bei Durchfall und/oder Erbrechen ehebaldigst den Tierarzt aufsuchen.

  • Abweichung der inneren Körpertemperatur von der Norm

Die innere Körpertemperatur ist ein wichtiger Hinweis auf eine Reihe von Krankheiten. Gemessen wird sie bei Hund oder Katze im After. Jedes handelsübliche Fieberthermometer ist dafür geeignet. Bei herkömmlichen Thermometern muß die Meßzeit mindestens drei Minuten betragen, bei elektronischen Geräten bis zum Stillstand der Temperaturangabe bzw. bis zu einem Signalton. Die Normaltemperatur eines mittelgroßen, erwachsenen Hundes beträgt 38,0 – 38,5° C. Kleine Hunde haben eine etwas höhere, große eine geringgradig tiefere Normaltemperatur. Bei der Katze läßt sich die mittlere Normaltempertatur mit 38,0 – 39,3° C angeben. Bei Temperaturerhöhungen von über einem Grad spricht man von Fieber. Dann ist es auch höchste Zeit, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zu beachten ist, daß Untertemperatur von mehr als 0,5° C unter dem Normalwert ebenfalls ein Alarmsignal bedeutet!

  • Mattigkeit, Apathie

Sowohl Hunde als auch Katzen schlafen viel und gerne. Das ist insofern altersabhängig, als Welpen und alte Tiere ein höheres Ruhebedürfnis haben als solche, die in der Blüte ihres Lebens stehen. Insgesamt gesehen ist aber eine gewisse "Faulheit" völlig normal. Auffällig wird es erst, wenn unsere vierbeinigen Lieblinge nicht mehr zum Spielen zu motivieren sind oder das Begrüßungsritual beim Nachhausekommen der Bezugspersonen ausfällt. Wenn die Mattigkeit bzw. Apathie nicht die Folge einer außergewöhnlichen körperlichen Aktivität ist (Herumtollen, lange Spaziergänge usw.), so kann sie immer als ernstes Krankheitsanzeichen gewertet werden. Achtung: Wenn Sie im Wohnbereich ein rauschendes Fest feiern, das bis in die Morgenstunden dauert, kann das den Ruherhythmus Ihres Tieres so weit durcheinanderbringen, daß es am nächsten Tag völlig erschöpft schläft!

  • Husten, Niesen

Erkrankungen der Kopfschleimhäute oder des Atmungstraktes sind relativ häufig. Grund dafür sind oft Raumklimafaktoren wie trockene Luft, Rauch, Temperaturunterschiede zwischen beheizten Räumen und der Außenwelt, aber auch Dämpfe von Putz- und Pflegemitteln, die im Wohnbereich verwendet werden. Nicht zu vernachlässigen ist, daß auch Parfüms oder Haarsprays die empfindlichen Schleimhäute unserer Heimtiere reizen können. Wenn als Ergebnis der Schleimhautreizungen oder Atemwegsirritationen Husten oder Niesen auftreten – womöglich bei gleichzeitig erhöhter innerer Körpertemperatur – dann ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich.

  • Kurzatmigkeit

Auffällig hohe Atemfrequenz – im Unterschied zum Hecheln – und rasche Ermüdung bei körperlicher Bewegung sollten immer ernst genommen werden. Entweder steckt eine Atemwegserkrankung, ein Herz-Kreislaufproblem oder eine akute Infektion bzw. eine Organstörung dahinter. Kurzatmigkeit ist in jedem Fall ein Grund für eine exakte Untersuchung durch den Tierarzt.

  • Juckreiz

Jeder Hund und jede Katze kratzt sich gelegentlich. Das ist noch kein Grund zur Sorge. Wenn aber das Kratzen häufig wird, büschelweise Haare herumliegen oder sich im schlimmsten Fall sogar schon haarlose Stellen am Tier zeigen, liegt sicher eine derart gravierende Hauterkrankung vor, daß eine Behandlung erforderlich ist. Der Juckreiz kann – angefangen vom Flohbefall bis zu Hormonstörungen oder Organerkrankungen - derart viele verschiedene Ursachen haben, daß nur eine exakte tierärztliche Diagnose und Therapie wirklich zielführend ist.

Notfälle erkennen – Richtig reagieren

Bei Notfällen besteht wohl kein Zweifel, daß das Tier ehebaldigst tierärztlich versorgt werden muß. Allzu oft aber ist aufgrund verschiedener Umstände einige Zeit zu überbrücken. Dabei ist es natürlich für den späteren Krankheits- bzw. Heilungsverlauf entscheidend, daß richtige "Erste Hilfe" geleistet wird.

Einige Anleitungen dazu:

Knochenbrüche:
Hochgradige Schmerzhaftigkeit, Lahmheit, ev. abnorme Stellung von Gliedmaßen; bei Rippenbrüchen Atemnot.
Erste Hilfe:
Für den Transport auf eine feste Unterlage (Tragbahre, Korb usw.) bringen, bei offenen Wunden Verband anlegen, Blutstauung, ev. Desinfektion.

Biß, sonstige Verletzung:
Auch nach außen hin kleine Wunden können gefährlich sein, wenn sie tief sind oder die Haut abgehoben wurde, offene Fleischwunden, starke Blutungen, hohe Infektionsgefahr!
Erste Hilfe:
Hochgradige Verschmutzungen mit lauwarmem Wasser abwaschen, Desinfektion, Blutstillung, Verband.

Augenirritation:
Lichtscheue, Blinzeln, Lider sind halb oder ganz geschlossen, Augenausfluß, Schwellungen, Rötung der Lidbindehäute, sichtbare Fremdkörper wie z.B. Pflanzenteile.
Este Hilfe:
Mit Wasser oder Kamillentee getränkte, kalte Bausche auflegen, Tier in den Schatten oder abgedunkelten Raum bringen, sichtbare Fremdkörper – wenn leicht entfernbar – herausnehmen.

Ohrenschmerzen:
Häufiges bis unentwegtes Kopfschütteln, Kratzen in der Ohrgegend, Reiben des Kopfes an Wänden oder Gegenständen, Schiefhalten des Kopfes, ev. Gleichgewichtsstörungen.
Erste Hilfe:
Äußeres Ohr inspizieren und gegebenenfalls reinigen; nicht mit Wattestäbchen etc. in den Gehörgang eindringen, da eventuelle Fremdkörper (z.B. Getreidegrannen) sonst tiefer hineingeschoben werden!

Akuter Durchfall:
Wäßriger, mißfarbener Kot wird abgesetzt bzw. spritzt mitunter aus dem After; Blut- und/oder Schleimbeimengungen.
Erste Hilfe:
Zum Trinken leichten, ungesüßten russischen oder Kamillentee bzw. Elektrolyte Drink anbieten, kein Futter, bei kolikartigen Schmerzen Bauch massieren.

Erbrechen, Speichelfluß:
Würgebewegungen, Entleerung von Futter, Schleim oder Schaum aus der Mundhöhle; Pfotenreiben am Mund.
Erste Hilfe:
Bei wiederholtem Erbrechen jegliche Nahrung oder Flüssigkeit entziehen; Mundhöhle inspizieren, Fremdkörper gegebenenfalls zu entfernen versuchen.

Krampfanfälle:
Muskelzittern, gekrümmte Körperhaltung, Bewegungsstörung, ev. kurzfristige Unansprechbarkeit bis Bewußtlosigkeit, Verdrehen der Augen, panischer Gesichtsausdruck, Speichelfluß.
Erste Hilfe:
Tier auf den Boden legen, möglichst für weiche Unterlage (Decke) sorgen, Gegenstände aus dem Weg räumen, damit durch unkontrollierte Bewegungen keine Verletzungen entstehen.

Insektenstich:
Plötzliches Auffallen, heftiges Belecken der Stichstelle; hochgradige, schmerzhafte Schwellung; bei Stich im Rachenbereich hochgradige Atemnot; Nesselausschlag.
Erste Hilfe:
Stichstelle kühlen, eventuell Stachel entfernen; bei Stich im Rachenbereich besteht höchste Erstickungsgefahr – Eiswasser verabreichen, ev. Eis lutschen lassen.

Vergiftung:
Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Mattigkeit, Bewußtlosigkeit, Blutungen aus den Körperöffnungen.
Erste Hilfe:
Nach Möglichkeit Art des Giftes feststellen (Verpackung, Pflanze usw.); Tierkohle eingeben.

Unfall:
Häufig schwerwiegende innere Verletzungen, mehr oder weniger deutliche sichtbare Verletzungen; Blutungen, Atembeschwerden, Bewußtlosigkeit.
Erste Hilfe:
Das Tier ruhig lagern, ev. Beißkorb anlegen, da verletzte Tiere unberechenbare Abwehrbewegungen machen können; Blutstillung, Verband, schonender Transport auf fester Unterlage (Bahre, Korb usw.).

Hitzeschlag:
Starkes Hecheln, Krämpfe, ängstlicher Blick, Bewußtlosigkeit.
Erste Hilfe:
Das Tier in den Schatten bzw. an einen kühlen Ort bringen, für Abkühlung sorgen, Wasser anbieten.

Schock:
Schleimhäute sind porzellanweiß, Atmung und Puls sind schwach aber frequent; kalte Gliedmaßen, Zittern, ev. Bewußtlosigkeit.
Erste Hilfe:
Beim Transport das Tier warm halten, Atemwege freihalten, bei Atemstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung (10 – 20 Atemspenden pro Minute).

Wichtige Adressen

Bundeskammer der Tierärzte Österreichs Biberstraße 22, 1010 Wien Tel: +43 (0)1 / 512 17 66 oder 513 12 65, Fax: +43 (0)1 /512 1470

IEMT - Institut zur interdisziplinären Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung Weyringergasse 28a, 1040 Wien Tel: +43 (0)1 / 505 42 70, Fax: +43 (0)1 / 505 94 22

ÖHU - Österreichische Hundeunion Dreifaltigkeitsgasse 3/4. 5020 Salzburg Tel. & Fax: +43 (0)662 / 64 30 94

ÖKV - Österreichischer Kynologenverband / Hundezucht / Abrichtung / Hundeaustellungen Johann Teufelgasse 8, 1230 Wien Tel: +43 (0)1 / 888 70 92, Fax: +43 (0)1 / 888 92 62 oder 888 22 31

ÖVEK - Österreichischer Verband für die Zucht und Haltung von Edelkatzen Liechtensteinstraße 126, 1090 Wien Tel: +43 (0)1 / 319 64 23, Fax: +43 (0)1 / 310 6540 (Mo - Mi 17-19h)

TAT - Tiere als Therapie Veterinärplatz 1, 1210 Wien Tel: +43 (0)1/ 250 77 DW 3340 (tgl. 7.30 - 11.30 Uhr), Fax: +43 (0)1/ 250 77 DW 4590

VMU - Veterinärmedizinische Universität Wien Veterinärplatz 1, 1210 Wien Tel: +43 (0)1 / 250 77

VÖK - Vereinigung Österreichischer Kleintiermediziner Rupertgasse 4, 5020 Salzburg Tel: +43 (0) 662 / 87 87 52, Fax: +43 (0) 662 / 87 74 28 http://www.voek.at

Österreichischer Tierschutzverein Triesterstraße 368, 2331 Vösendorf Tel. und Fax: +43 (0) 1 / 699 24 50

Pedigree Hotline - Beratungsdienst für Hunde (Aufzucht, Haltung, Ernährung, Diätetik und Verhalten) zum Ortstarif 0660 / 8220 Mo, Do 16.30 - 20.30, Mi 8.00 - 12.00 Uhr.

Whiskas® Katzenservice - Beratungsdienst für Katzen (Aufzucht, Haltung, Ernährung, Diätetik und Verhalten) zum Ortstarif 0660 / 6804 Mo, Do 16.30 - 20.30, Mi 8.00 - 12.00 Uhr.

Waltham® Hotline - Beratungsdienst für Tierernährung und Diätetik zum Ortstarif 0660 / 8048 Mo, Do 16.30 - 20.30, Mi 8.00 - 12.00 Uhr.

Weiterführende Literatur

Fragebogen: Welches Heimtier paßt zu mir? Mit dem Hund auf Du und Du Rund um die Katz' Kinder und Tiere unter einem Dach Mehr Spaß und Freude mit dem Hund So bleiben Hund und Katze gesund! Erste Hilfe bei Hund und Katze Doppelt hält besser Wohin mit Hund und Katze im Urlaub? Kleine Rechtskunde für Hund, Katz & Co. Bezugsadresse: IEMT, Weyringerstr. 28a, 1040 Wien, Tel. 01/505 42 70

Abschied nehmen Hundeernährung - leicht gemacht - richtig gemacht Vom Anfang an. Ein Leben lang. Ratgeber für Hundefreunde. Katzenernährung - leicht gemacht - richtig gemacht Auf Samtpfötchen durchs Leben. Ratgeber für Katzenfreunde. Diät als Teil der Therapie (Hunde und Katzen) Spezielle Diätetik bei diversen Erkrankungen (Hunde und Katzen) Die Betreuung von Hunde- und Katzenwelpen, Jungtieren und ihren Müttern. Die Betreuung älterer Heimtiere Pedigree PAL Champion - Zeitschrift für Hundefreunde Whiskas Katzenwelt - Zeitschrift für Katzenliebhaber Bezugsadresse: Waltham Hotline 0660/8048 (Mo, Do 16.30 - 20.30, Mi 8.00 - 12.00 Uhr) zum Ortstarif


Notfallsausrüstung für Erste-Hilfe-Maßnahmen

So wie man zu Hause ein Erste-Hilfe-Kästchen für etwaige Notfälle griffbereit hat oder eine Autoapotheke mitführt, sollte man auch an eine Hunde- bzw. Katzenapotheke denken. Nicht nur bei Urlaubsreisen mit den Tieren ist sie mitzuführen, sondern ihre Mitnahme empfiehlt sich auch auf ausgedehnteren Wanderungen.

Als Notfälle, für die man gerüstet sein sollte, kommen folgende in Frage:

  • Kleine Verletzungen (Stiche, Risse, Abschürfungen, Schnitte)
  • Knochenbrüche
  • Bienen- und Wespenstiche
  • Hitzschlag
  • Augenverletzungen, Bindehautentzündungen
  • Akute Ohrenschmerzen (meist Fremdkörper oder Wasser)
  • Zeckenbisse
  • Erbrechen (Vergiftungen)

Mindestinhalt einer Notfallsapotheke:

  • Verbandszeug
  • Wundpuder, Wundsalbe
  • Pinzette, Schere, Zeckenzange
  • Watte- bzw. Ohrenstäbchen
  • Desinfektionsmittel, Alkohol
  • Beißkorb (als Selbstschutz, da verletzte Tiere beim Berühren der Wunde oft wild um sich beißen)

Weiters ist empfehlenswert:

  • Augensalbe
  • Ohrentropfen
  • Schmerzmittel
  • Kohletabletten
  • Kreislauftropfen
  • Individuelles Medikamentensortiment, zusammengestellt durch den Haustierarzt

Wie verabreiche ich eine Tablette?

Sie kennen das Problem? Zur Behandlung einer speziellen Krankheit oder auch nur zur routinemäßigen Entwurmung sollten Sie Ihrem Vierbeiner eine Tablette eingeben. Was bei den meisten Hunden noch so recht und schlecht mittels eines Leckerbissen zu bewerkstelligen ist, wird bei so mancher Katze zur schier unlösbaren Aufgabe.

Ein Tip: Geben Sie die Tablette in ein kleines Kügelchen aus Butter oder Leberpastete und dann verabreichen Sie das Ihrem Tier. Diese Umhüllung bewirkt, daß Geruch und Eigengeschmack des Medikamentes nicht zum Tragen kommen. Außerdem "rutscht" es dadurch leichter!

Erste Hilfe beim Verschlucken von Spielzeug, Scherben etc.!

Besonders junge Hunde und Katzen sind sehr verspielt. Da kann es schon vorkommen, daß in der Hitze des Gefechtes irrtümlich das Spielzeug - oder das, was der Vierbeiner gerade dazu auserkoren hat - zerbissen und verschluckt wird. Handelt es sich dabei um spitze Gegenstände oder Bruchstücke, ist natürlich höchste Verletzungsgefahr für den Magen-Darmtrakt gegeben. Selbstverständlich sollte man sofort einen Tierarzt zu Rate ziehen, doch wenn dieser nicht verfügbar ist, empfiehlt sich, folgendes Hausmittel anzuwenden: Man nimmt Sauerkraut, wäscht es unter fließendem Wasser gut aus und vermengt es anschließend 50 : 50 mit dem

gewohnten (Dosen)futter. Diese Mischung wird sowohl von der Katze, als auch dem Hund in der Regel problemlos aufgenommen. Wenn nicht, muß man ein wenig nachhelfen und "von Hand aus" füttern. Das Sauerkraut umhüllt die spitzen und scharfen Kanten des oder der "Fremdkörper" und kehrt den Darm wie ein Besen aus, sofern es nicht bewirkt, daß der Mageninhalt (erwünschterweise) erbrochen wird.

Wie badet man eine Katze?

Katzen sind von Natur aus äußerst reinliche Tiere, die mit ihrer Fellpflege meist selbst recht gut zurecht kommen. Bei Langhaarkatzen ist das etwas anderes, doch genügt hier in der Regel – wie bereits besprochen - das tägliche Bürsten. Es treten allerdings leider manchmal Unglücksfälle auf, wo eine Katze mit Öl, Farbe, etc. in Kontakt kommt und rasch gebadet werden sollte. Darüber hinaus gibt es medizinische Gründe (z. B. Pilzbefall), die es

notwendig machen, eine Katze zu baden. Nun ist das gar nicht so leicht, wie jeder bestätigen kann, der es schon einmal probiert hat. Eine Katze baden zu wollen, ist so, als wollte man Feuer und Wasser zusammenbringen. Ein Tip: Ist es unumgänglich, eine "temperamentvolle" Katze baden zu müssen, so gibt man sie in ein Einkaufsnetz oder einen Käscher (im Fischereibedarfshandel erhältlich). So ist die Katze gut fixiert und kann "fingerschonend" leicht gebadet werden.

Hat mein Hund oder meine Katze Flöhe?

Diese Frage stellt sich immer wieder. Natürlich sollte man je nach Jahreszeit und Infektionsdruck entsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen, wofür es bei Ihrem Tierarzt eine Reihe guter Produkte gibt. Dennoch will es mancher Tierbesitzer genau wissen. Sind nun Flöhe auf dem Tier oder nicht? Das läßt sich leicht feststellen: Man stellt das Tier auf eine entsprechend dimensionierte Lage aus weißem Zellstoff (z. B. Küchenrolle) und ribbelt es am ganzen Körper kräftig ab. Dabei werden Haare, Schuppen, Staubkörner usw. auf den Zellstoff

fallen. Waren Flöhe vorhanden, dann fällt auch Flohkot herunter. Dieser Flohkot sieht aus wie kleine schwarze Staubkörnchen und besteht in erster Linie aus verdautem Blut. Gibt man nun auf die verdächtigen schwarzen Pünktchen je einen Tropfen Wasser, so färbt sich der Zellstoff - falls es Flohkot war - in unmittelbarer Umgebung deutlich rotbraun bis rot. War es nur Schmutz oder Staub, tritt keine Verfärbung auf.

Für den Fall, daß Sie Flohbefall diagnostiziert haben, empfehle ich Ihnen, ein entsprechendes Mittel von Ihrem Tierarzt zu besorgen.

Probleme mit den Pfoten

In der kalten, feuchten Jahreszeit haben viele Hunde Probleme mit den Pfoten, da diese durch Schnee, Matsch, Streusplitt oder Salz besonders beansprucht sind. Es empfiehlt sich daher, die Hundepfoten nach dem Spazierengehen oder einem Aufenthalt im Freien mit lauwarmem Wasser oder besser Käsepappeltee (Eichenrindentee) abzuspülen und gut abzutrocknen. Sind die Pfotenballen bereits rissig oder wund, so ist Hirschtalgcreme (erhältlich in jeder

Apotheke) ein bewährtes Hausmittel. Damit sich der Hund nach dem Aufbringen der Salbe nicht sofort leckt, kann man (eventuell über Nacht) einen Salbenverband anlegen.

Hilfe, die Katze ist unsauber geworden

Normalerweise sind Katzen sehr reinliche Tiere, die problemlos die Katzentoilette annehmen. Es kommt aber immer wieder vor, daß die Zimmertiger - sozusagen aus heiterem Himmel – ihre Gewohnheiten ändern und unsauber werden. Nicht immer ist das Problem leicht zu lösen, doch die häufigsten Ursachen sind folgende:

  • Eintritt der Geschlechtsreife (im Alter von etwa 6 Monaten). Hier schafft die Kastration Abhilfe.
  • Die Katzenstreu (das Produkt) wurde gewechselt. Die sensible Katze mag das mitunter gar nicht. Zurückkehren zur bisher verwendeten Streu ist unumgänglich.
  • Die Katzentoilette wurde nicht regelmäßig gereinigt. Tägliche Betreuung ist erforderlich.
  • Die Katze wurde beim Toilettenbesuch gestört. Das vergrämt auch nervenstarke Tiere. Das "Örtchen" ist so aufzustellen, daß es jederzeit leicht erreichbar und ungestört benutzbar ist.
  • Katzentoilette und Futterplatz sind zu nahe beisammen. Auch darauf reagiert der empfindliche Hausgenosse. Ein Mindestabstand zwischen "Kistchen" und Futterschüssel von etwa vier Metern ist unbedingt einzuhalten. (Ehrlich gesagt, wer will schon am Klo essen?)
  • Häufiger, lauter Besuch, eventuell sogar mit Hunden, ist für so manche ruheliebende Katze zuviel. Unsauberkeit ist dann eine bewußte Protestmaßnahme.
  • Gelegentlich kommt auch Eifersucht dazu, wenn in Singlehaushalten plötzlich eine "zweite Person" auftaucht. Vertrauen Sie auf den Instinkt ihrer Katze und ziehen Sie gegebenenfalls ernsthaft einen "Partnerwechsel" in Erwägung. Ihre Katze täuscht sich nur selten!


Gesundheit ist das kostbarste Gut. Das gilt uneingeschränkt auch für Tiere. Ist aber im Fall der Fälle die Wiederherstellung der Gesundheit auch immer vom Tierbesitzer finanzierbar? Viele Menschen haben ein großes Herz für kleine Tiere. Hunde und Katzen sind uns ja zu wahren Freunden geworden. Besonders für ältere oder alleinstehende Menschen ist das Tier ein verläßlicher und treuer Gefährte, der sie so manches Wehwehchen und so manche Alltagssorge vergessen läßt. Die Wissenschaft bestätigt das, was überzeugte Tierfreunde schon immer wußten: Tiere tragen viel zum Wohlbefinden des Menschen bei.

So weit, so gut - wäre da nicht der kleine Haken, daß Hunde- oder Katzenhaltung doch auch einiges kostet. Der Anschaffungspreis eines Welpen fällt dabei kaum ins Gewicht. Schwerer wiegen die laufenden Futter- und Pflegekosten. Doch sie sind kalkulierbar. Unkalkulierbar sind leider aber die Kosten, welche für die tierärztliche Behandlung unerwarteter Krankheiten oder Unfälle anfallen können. Die moderne Tiermedizin kennt heute glücklicherweise eine Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, um unseren vierbeinigen Freunden zu helfen. Daß das Geld kostet, leuchtet ein. Wer aber möchte nicht alles tun, um sein geliebtes Tier wieder gesund und wohlauf zu sehen?

Was unsere eigene Gesundheit betrifft, haben wir uns längst daran gewöhnt, dafür in Form einer Krankenversicherung vorzusorgen. Wie aber sieht es mit einer Krankenversicherung für Tiere aus? Gut - kann man darauf antworten, denn neuerdings bietet ein bekanntes Versicherungsunternehmen diese spezielle Tierversicherung an. Sie ist als echte Krankenversicherung so konzipiert, daß sie dem Tierbesitzer das Risiko kostenintensiver Behandlungen bei unerwarteter Krankheit oder bei Unfall abnimmt. Dadurch können alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um dem Tier die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen. Alle übrigen Ausgaben, mit denen der Tierbesitzer ohnehin rechnen muß, wie Impfungen, Zahnsteinentfernung oder Kastration sind nicht inbegriffen. Das mag von dem einen oder anderen als Mangel angesehen werden, hat aber den großen Vorteil, daß „leistbare Prämien" festgesetzt werden konnten und das Tier dennoch, je nach Versicherungsvariante, hoch versichert ist (jährlich 20.000.-, 50.000.- oder 100.000.- für Tierarztkosten und für Spitalsaufenthalt, sowie 5.000.- bis 10.000.- bei Verlust, Diebstahl oder für Finderlohn).

Manche ältere Menschen machen sich auch große Sorgen darüber, was im Falle ihres Ablebens mit ihrem Tier passieren wird. Das führt oft soweit, daß sich diese Leute aus Verantwortungsgefühl nicht mehr trauen, einen Hund oder keine Katze zu nehmen, obwohl sie sich nach einem Tier sehen. Auch dieses Problem wird durch die Tierversicherung abgedeckt, da die Nachsorge nach dem Tod des Tierbesitzers ebenfalls includiert ist. Erfreulicherweise sind chronisch kranke Tiere nicht von der Versicherung ausgeschlossen. Für tätowierte oder elektronisch markierte (Mikrochip)Tiere wird ein Prämiennachlaß gewährt. Die Verrechnung ist direkt zwischen Tierarzt und der Versicherung oder durch Einreichung der Tierarztrechnung möglich. Nach Aufzählung all dieser Vorteile ergibt sich natürlich die Frage nach dem Preis: Je nach Versicherungsantrittsalter, Rasse und gewählter Variante beträgt die Jahresprämie für Hunde zwischen 1000.- und 5900.- und für Katzen zwischen 900.- und 2700.- Schilling. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt.

Alles in allem betrachtet, scheint das ein sehr faires Angebot zu sein, das vielen Tierbesitzern die Sorge um unfinanzierbare Behandlungen und Untersuchungen abnehmen könnte. Die hauptsächlichen Nutznießer wären dabei allerdings unsere vierbeinigen Lieblinge - und die haben es sich ja verdient, gesundheitlich optimal versorgt zu werden!

(erschienen als Artikel in der Zeitschrift „ Die Niederösterreichische Wirtschaft", 9. Jänner 1998)


Wenn Hunde- und Katzenhalter an Urlaub denken, ergibt sich sofort die Frage: Was geschieht mit dem vierbeinigen Liebling? Wie auch immer die Entscheidung ausfallen mag, zu beachten ist, daß unsere Heimtiere völlig unterschiedliche Ansprüche haben.

Ein Urlaub – die schönste und wertvollste Zeit des Jahres – bedarf schon einiger Vorbereitung, wenn er zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten ausfallen soll. In die Planung miteinzubeziehen sind natürlich auch Wuffl und Mietz. Sie machen uns das ganze Jahr über so viel Freude und bereichern immer den manchmal nur allzu grauen Alltag, daß es nur recht und billig ist, sich auch um ihr Wohlergehen während unseres Urlaubs bestmöglich zu kümmern.

Was freut den Hund?

Der Hund – das ist nicht schwer zu erraten – ist am liebsten bei seiner Familie, die er als sein "Rudel" ansieht. Wann immer es möglich ist, sollte er mit in den Urlaub fahren dürfen. Er wird gemeinsame Spaziergänge und Wanderungen grenzenlos genießen, oder sich schlicht nur am "Beisammensein" erfreuen, das während des Jahres oft durch unsere beruflichen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu sehr eingeschränkt ist. Zu beachten ist, daß ein Hund bei Auslandsreisen – trotz Schengener Abkommen auch innerhalb der EU! – über einen gültigen Impfpaß verfügen muß, der zumindest eine aktuelle Tollwutimpfung zu enthalten hat. Zu Fragen hinsichtlich der aktuellen Reisebestimmungen wenden Sie sich am besten an den Amtstierarzt ihrer Wohnsitzbezirkshauptmannschaft.

Natürlich gibt es Reiseziele, zu denen man beim besten Willen keinen Hund mitnehmen kann. Auch hängt es von der Größe und dem Temperament des jeweiligen Tieres ab, wohin man sich noch streßfrei wagen kann. Wenn also die Entscheidung gefallen ist, daß der Hund zu Hause bleiben muß, wäre die optimale Lösung folgende: Man bittet Familienangehörige, Verwandte oder gute Freunde, den Hund vorübergehend bei sich aufzunehmen. Wuffl braucht natürlich Gelegenheit, sich an die neue Umgebung und die Menschen zu gewöhnen. Läßt man ihn vorher zumindest einmal (besser mit einigen Tagen Abstand zwei- bis dreimal) einen Tag und eine Nacht bei seinem neuen "Rudel", so wird er damit vertraut und weiß auch, daß er wieder abgeholt wird. Gerade die Erfahrung, daß er wieder abgeholt wird, ist für den Hund sehr wichtig – schließlich kann man ihm das mit Worten nicht erklären. Als letzter Ausweg kommen auch Tierpensionen oder Tierheime in Frage. Die individuelle Betreuung kann aber auch in der bestgeführten Tierpension nicht so gut sein als in einer Gastfamilie. Sensible Hunde leiden mitunter enorm.

Katzen wollen nicht verreisen!

Im Gegensatz zu Hunden ist es für die meisten Katzen eine Qual, wenn sie die gewohnte Umgebung verlassen müssen. Auch das schönste Reiseziel kann sie nicht locken. Sie bleiben lieber zu Hause. Das heißt im Klartext, daß für die Katzen die optimale Lösung folgendermaßen aussieht: Sie bitten eine Vertrauensperson, die täglich nach der Katze (den Katzen) sieht und sie mit Futter und Wasser versorgt. Bei Wohnungskatzen ist auch einige Zeit einzuplanen, sich mit der Katze zu spielen. Selbstverständlich ist regelmäßig die Katzentoilette zu reinigen. Auch Katzen kann man in Tierpensionen und Tierheimen unterbringen. Rechtzeitige Anmeldung und vor allem vollständige Impfung gegen alle gängigen Krankheiten (Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und eventuell FIP) ist unbedingt erforderlich.

Wofür sie sich auch entscheiden mögen - wichtig ist, daß sie für Hund oder Katze die bestmöglichen Vorbereitungen treffen. Dann können auch sie den wohlverdienten Urlaub ungetrübten Gewissens genießen!


Mit dem ersten Warmwettereinbruch des noch jungen Jahres kommt auch wieder die Zeit, wo unsere vierbeinigen Lieblinge - besonders die Katzen - auf Freiers Füßen wandeln! Wollen wir das, oder sollten wir doch rechtzeitig etwas unternehmen, damit sich nicht ungewollter Tiernachwuchs einstellt? Entzückend anzusehen sind sie ja, die kleinen Hunde- und Katzenwelpen. Doch welche Zukunft erwartet sie, wenn ihre Geburt dem Zufall überlassen war? Ist die unkontrollierte Vermehrung unserer Heimtiere nicht gleichzusetzen mit „vorprogrammiertem Tierleid"? Sieht man sich in den überfüllten Tierheimen um, muß die Antwort wohl eindeutig „Ja" lauten. Sinnvolle Tierschutzarbeit beginnt bei der Kastration der Hündinnen und Kätzinnen, ist von dort auch als Credo zu hören. Keine Sorge, unsere geliebten Hunde und Katzen sind dadurch nicht vom Aussterben bedroht. Es wird immer Menschen geben, die mit viel Liebe, Sachkenntnis und Verantwortungsgefühl für gewollten Tiernachwuchs sorgen. Das ist auch gut so. Was es aber zu verhindern gilt , ist, daß durch Unachtsamkeit, Sorglosigkeit oder Verantwortungslosigkeit Tierbabys zur Welt kommen, die dann keiner will!

Mit alten Vorurteilen aufräumen!

Alle Tierfreunde sind aufgerufen, wie Wanderprediger in ihrem Umfeld zu wirken, damit die Katzen- und Hundebesitzer ihre Tiere kastrieren lassen. Zugegeben: Viel hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren schon zum Besseren gewandelt, aber sehr viel gibt es noch zu tun - zum Beispiel gegen das Vorurteil anzukämpfen, eine Katze oder Hündin müßte aus gesundheitlichen Gründen zumindest einmal im Leben einen Wurf haben. Oder, von einer Kastration vor der ersten Rolligkeit/Läufigkeit wäre abzuraten! Alles Schnee von gestern und längst überholt, aber gar nicht so leicht rauszubekommen aus den Köpfen der Bevölkerung! Wer also nicht die Absicht hat, gezielt mit seinem Tier zu züchten, oder wer nicht absolut sichergestellt hat, für den Nachwuchs erstklassige Plätze zu haben, der soll seine Kätzin bzw. seine Hündin bereits im Alter von sechs Monaten kastrieren lassen. Natürlich ist es auch später zu nahezu jedem Zeitpunkt möglich, doch der Grundsatz lautet: Je früher, je besser!

Kater und Rüden nicht vergessen!

„Ein Schilling allein scheppert nicht", sagt ein altes Sprichwort. Um Nachwuchs zu bekommen, muß natürlich auch ein Männchen aktiv werden. Hinsichtlich der Kater hat es sich ja glücklicherweise schon recht gut herumgesprochen, daß die Kastration sehr viele Vorteile bringt. Nicht nur die ungewollte Fortpflanzung ist unterbunden, auch der Rauf- und der Wandertrieb wird wesentlich eingeschränkt. Zudem fällt das „geruchsintensive" Markieren weitgehend weg. Bei den Besitzern von Rüden gibt es leider noch viel zu viele Vorbehalte gegen die Kastration. Man meint, er würde verfetten, verblöden und wer weiß was sonst noch alles! Nichts davon ist war. Im Gegenteil: Der Rüde wird braver und folgsamer. Man hat weniger Ärger mit den Nachbarn, weil er nicht mehr ständig markiert, streunt, bellt usw. In anderen hochentwickelten Ländern ist es bereits eine Selbstverständlichkeit, Rüden - die nicht für die Zucht vorgesehen sind - kastrieren zu lassen. Es ist aus der Sicht des Tierschutzes zu hoffen, daß diese Einstellung auch bei uns bald gang und gäbe ist.

Wer Hunde und Katzen liebt, sollte deren unkontrollierte und ungewollte Vermehrung verhindern, zumindest bei den Tieren, für die er die Verantwortung trägt. Er leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz!

(erschienen als Artikel in der Zeitschrift „ Die Niederösterreichische Wirtschaft", Februar 1998)


Ist die heutige Form der Heimtierhaltung übertrieben, oder entspringt sie doch einem tieferen Bedürfnis? Was steckt hinter der besonderen Beziehung des Menschen zu seinen vierbeinigen oder gefiederten Lieblingen?

Der Hund ist unbestritten das älteste Haustier. Schon vor über 10.000 Jahren hat er sich den Menschen angeschlossen und erfreut sich heute größerer Beliebtheit als je zuvor. In seinem Fahrwasser kam die Katze nach. Die Zahl anderer Tierarten blieb - zumindest was die Heim- oder Lieblingstiere anlangt - lange Zeit sehr begrenzt. Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und verschiedene Vogelarten haben erst in jüngerer Zeit unsere Wohnzimmer erobert. Natürlich gibt es auch hier so etwas wie den "letzten Schrei": Frettchen oder weiße Ratten gehören beispielsweise dazu!

So unterschiedlich diese Tiere auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Sie bringen Freude, und - sie haben positive Auswirkungen auf Seele und Gesundheit der Tierbesitzer! Diese Tatsache, die jeder einfühlsame Tierbesitzer schon immer erahnt und gespürt hat, wird jetzt zusehends durch die Wissenschaft bestätigt. Das geht sogar so weit, daß Tiere in der Therapie verschiedener Krankheiten wie etwa Verhaltensstörungen oder Depressionen mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Ein Tier, besonders ein Hund, kann alte Menschen aus ihrer Isolation herausreißen und wird somit zum "sozialen Katalysator". Er läßt auch deutlich meßbar den Blutdruck sinken, während man ihn streichelt und er zwingt den Besitzer zu regelmäßiger Bewegung, weil er dreimal am Tag "äußerln" geführt werden möchte. Ältere Menschen, die ein Heimtier haben, machen um 16 % weniger Arztbesuche, Hundebesitzer sogar um 21%!

Kinder profitieren ebenfalls sehr von der Beziehung zu Heimtieren: Sie lernen die nichtverbale Kommunikation viel besser und können daher beispielsweise auch die subtilen Details menschlichen Gesichtsausdruckes sicherer und richtiger deuten. Durch die Übernahme von Verantwortung für das Tier wird die Überzeugung des Kindes von der eigenen Tüchtigkeit gestärkt. Es wird dadurch selbstsicherer im sozialen Umgang. Durch den Kontakt mit Tieren lernen Kinder, besser mit den Mitmenschen umzugehen. Das bestätigt eine Studie, wonach Kinder, die mit einem Tier zusammenleben, bevorzugt von Freunden und Kameraden als Vertraute oder als Spielpartner herangezogen wurden. Aber Tiere geben auch Wärme und emotionale Unterstützung. Sie lieben uns bedingungslos. Sie sind dauernd nahe. Sie haben nie gerade etwas Wichtigeres zu tun, müssen nicht zur Arbeit oder zu einem unaufschieblichen Termin. Der Hund ist zu jeder Zeit bereit, etwas zu unternehmen. Er hat keine Stimmungsschwankungen oder Launen. Tiere sind emotional berechenbar. Gerade diese Berechenbarkeit gibt einem Kind die nötige Sicherheit.

In unserer hochtechnisierten Welt stellen Heimtiere besonders für Großstadtmenschen überdies oft das letzte Bindeglied zur Natur dar, und sind alleine deshalb schon besonders wertvoll. Die besondere Beziehung vieler Menschen zum ihrem Tier, von manchen ungerechterweise als übertrieben belächelt, entspringt sicherlich dem tiefen Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Gerade damit aber geizt die heutige Gesellschaft zu sehr. Tiere können und sollen menschliche Beziehungen und Kontakte nicht oder nicht vollständig ersetzen. Was sie aber können, ist: unsere Leben unendlich bereichern und das eine oder andere Liebes-, Geborgenheits- oder Anerkennungsdefizit auffüllen!

(erschienen als Artikel in der Zeitschrift „ Die Niederösterreichische Wirtschaft", März 1998)


Zecken sind nicht nur lästige Blutsauger, sie können auch eine Reihe gefährlicher Krankheiten übertragen. Mangels entsprechender Impfmöglichkeit bei Tieren heißt das Gebot der Stunde: Schutz vor Zecken!

Das alte, aber gute Motto "vorbeugen ist besser als heilen" gilt uneingeschränkt auch in der Tiermedizin. Besonders angebracht ist es hinsichtlich der Zecken. Über die Gefahren, die von Zeckenbissen für Menschen ausgehen können, ist ja in den letzten Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet worden. Speziell die Krankheit FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) gilt mittlerweile als allgemein bekannt. Doch obwohl es für Menschen dagegen einen Impfstoff gibt, erkranken bedauerlicherweise immer noch jährlich eine Reihe von Personen an dieser Virusinfektion, einige sterben sogar. Noch schlimmer ist die Situation bei den Hunden.

FSME

Lange Zeit glaubte man, Hunde könnten nicht an FSME erkranken. Das lag aber nur an dem schwierigen Erregernachweis, wie jetzt bekannt ist, denn seit kurzer Zeit steht fest: Auch Hunde werden durch Zecken mit dem FSME-Virus infiziert. Als Symptome zeigen sich vor allem hohes Fieber, Bewegungsstörungen, Mattigkeit sowie Krämpfe und Lähmungen. Wird die Erkrankung zu spät erkannt, endet sie fast immer tödlich.

Boreliose

Eine weitere Gefahr, die von Zeckenbissen ausgeht, ist die Boreliose, auch Lyme Disease genannt. Sie wird durch Bakterien hervorgerufen, die im Speichel infizierter Zecken vorhanden sind. An der Einbißstelle bildet sich schon nach wenigen Tagen eine deutliche Rötung, manchmal auch eine ausgeprägte Schwellung. Gleichzeitig leiden die Tiere an unspezifischen, gippeähnlichen Symptomen. In der Folge treten schwere Gelenks-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auf, die zum Tod des Hundes führen können, zumindest aber gravierende Dauerschäden hinterlassen. Anders als die FSME ist diese Krankheit - rechtzeitig diagnostiziert - mit gezielter Antibiotikatherapie relativ leicht zu behandeln und völlig auszuheilen.

Babesiose

In warmen Gebieten, wie zum Beispiel dem Mittelmeerraum, aber auch schon in Ungarn und teilweise im Burgenland, tritt eine weitere Krankheit auf, die durch Zecken übertragen werden kann. Es ist dies die Babesiose. Hervorgerufen wird sie durch kleine Einzeller, welche die roten Blutkörperchen befallen und zerstören. Neben Mattigkeit, Schwäche und Fieber zeigen die befallenen Hunde vor allem die eindeutigen Symptome wie rotbraunen Harn und gelbliche Schleimhäute. Ohne entsprechende Behandlung kann es durch Leber- und Nierenversagen zum Tod kommen.

Vorbeugung

Mangels zuverlässiger oder überhaupt fehlender Impfmöglichkeiten gegen die genannten Krankheiten kommt der Vorbeugung eines Zeckenbefalls höchste Bedeutung zu. Wichtig zu wissen ist, daß die Zeckenpopulation im Frühsommer ihren Höhepunkt erreicht, und daß sich diese Parasiten hauptsächlich auf langen Gräsern und Sträuchern aufhalten. Wälder, Waldränder und Buschzonen wären daher um diese Jahreszeit tunlichst zu meiden. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von verschiedenen Medikamenten, wie Zeckenhalsbänder oder Pumpsprays mit Langzeitwirkung, die - richtig angewendet - Zecken relativ sicher abwehren. Der Begriff "Medikamente" wurde in diesem Zusammenhang ganz bewußt gewählt, da leider die immer wieder angepriesenen "Biohalsbänder" oder nur auf ätherischen Ölen beruhenden Mittel erfahrungsgemäß nur unzureichend schützen. Fazit: Geben Sie den Zecken keine Chance und beugen Sie entschieden vor! Ihr Tierarzt berät Sie gerne!


Selbstverständlich vollwertig und ausreichend, wird die spontane Antwort lauten. Gut! Aber verstehen Sie darunter Knochen und Küchenreste, oder doch eher Fertigfutter?

Es ist noch gar nicht so lange her, da bekamen Hunde, aber auch Katzen in der Regel nur das zu fressen, was im Haushalt so abfiel. Vielleicht gab´s zusätzlich ein wenig Milch oder eine Portion Kutteln - aber damit hatte es sich auch schon. Die Zeiten haben sich geändert, und damit auch die Möglichkeiten, unsere Heimtiere optimal zu ernähren.

Optimal heißt nicht unbedingt teuer!

Der Markt für Heimtiernahrung ist riesengroß und noch lange nicht gesättigt. Das hat die Industrie längst erkannt. Wer am allermeisten davon profitiert, ist nicht der Hersteller, sondern erfreulicherweise Hund und Katze. Natürlich macht die Heimtiernahrungsindustrie gute Gewinne. Aber sie investiert auch viel in Forschung und Entwicklung. So weiß man heute, daß vollwertige Hundenahrung mindestens 50 verschiedenen Inhaltsstoffe aufweisen muß, Katzenfutter sogar 52. Wer hätte das gedacht – und wer könnte diesen Bedarf mit selbstzubereitetem Futter optimal abdecken? Ja, es stimmt schon: Früher sind die Tiere auch nicht gleich an Mangelerscheinungen zugrunde gegangen. Aber waren sie auch so gesund, wurden sie so alt, und vor allem – waren sie so fit bis ins hohe Alter, als sie es heute unter optimalen Ernährungsbedingungen sind? Sicher nicht! Diese Verbesserung der Lebensqualität und Vitalität verdanken Hund und Katz eindeutig der hochwertigen Fertignahrung. Die neueste Entwicklung geht dahin, spezielle Produkte für jeden Lebensabschnitt bzw. jeden Leistungsbedarf anzubieten. So gibt es Welpen- und Jungtierfutter neben Nahrung für erwachsene oder alte Tiere. Auch an sehr aktive Tiere ist genauso gedacht wie an "Bewegungsfaule". Wichtig zu wissen ist, daß jegliches Markenfertigfutter als vollwertig zu bezeichnen ist – unabhängig davon, ob es zum preisgünstigen Segment oder eher zur teureren Kategorie gehört. Unterschiede sind natürlich gegeben. Sie beziehen sich aber nur auf die Geschmacksqualität, nicht auf die chemische Qualität der Zusammensetzung.

Haben es Tiere leichter als wir?

Wir Menschen können nur vor Neid erblassen, wenn wir uns die Palette verschiedener vorgefertigter Diätfutter für Hunde und Katzen ansehen. Diesbezüglich sind sie wesentlich besser gestellt als wir, denn die großen Heimtiernahrungshersteller haben neben ihrem umfangreichen Standartsortiment an Feucht- und Trockennahrung für Hund und Katze eine Reihe spezieller Fertigdiäten auf den Markt gebracht. Diese können als Teil der Therapie diverser Krankheiten oder zur Unterstützung einer tierärztlichen Behandlung eingesetzt werden. Diätnahrungsmittel sind aus besonders hochwertigen und leicht verdaulichen Rohstoffen hergestellt und darüber hinaus dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend zusammengesetzt. So gibt es – um nur einige zu nennen - spezielle Produkte, die bei Nieren-, Leber-, Herz-Kreislauferkrankungen oder bei Allergien nicht mehr aus der tierärztlichen Praxis wegzudenken sind. Natürlich darf auch die klassische Abmagerungsdiät nicht fehlen

Wie wichtig ausgewogene und gesunde Ernährung ist, wird uns Menschen ständig gepredigt. Den selben Anspruch haben auch unsere vierbeinigen Lieblinge. Wenn wir schon selbst den kulinarischen Verlockungen nicht immer widerstehen können, so seien wir doch wenigstens bei den Tieren konsequent. Mit Fertignahrung ist das ja leicht!


Können Tiere auch zuckerkrank werden? Wenn ja, was läßt sich dagegen tun oder wie kann man dieser Krankheit vorbeugen?

Wie beim Menschen, so reguliert auch bei Hund und Katze das von der Bauspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel. Wird vom Körper – aus welchen Gründen auch immer - zu wenig Insulin produziert, steigt unweigerlich der Blutzuckerspiegel. Die sogenannte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) liegt somit vor.

Ursachen

Unsere Heimtiere werden dank guter Pflege, optimaler Ernährung und Krankheitsvorbeugung durch entsprechende Impfungen immer älter. 15 Lebensjahre für Hunde und 20 für Katzen sind keine Seltenheit mehr. Diese höhere Lebenserwartung bringt aber auch eine Reihe von Organstörungen mit sich, die bei jungen Tieren kaum zu Tage treten. Der sogenannte "Altersdiabetes" gehört dazu. Viel häufiger als dieser Altersdiabetes ist jedoch jener, der durch jahrelange Überernährung entsteht. Die Parallele zum Menschen ist hier unübersehbar. Hund und Katze sind nicht vor dieser "Wohlstandserkrankung" gefeit.

Als weitere Ursachen für Zuckerkrankheit sind noch Infektionen, Vergiftungen, Unfalltraumen und besonders Hormonbehandlungen (Spritze od. Tabletten gegen die Läufigkeit/Rolligkeit) zu nennen. Kastration weiblicher Tiere ist auch diesbezüglich eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme!

Welche Anzeichen sieht der Tierbesitzer?

Wie kann der Tierbesitzer erkennen, ob sein Hund oder seine Katze an erhöhtem Blutzucker leidet? Das ist gar nicht so schwer: Deutlich vermehrter Durst, Mattigkeit und Gewichtsverlust bei gleichzeitig uneingeschränktem Appetit sind untrügliche Anzeichen. Bei sehr hohem Blutzucker oder bei längerer Zeit unbehandelter Krankheit riecht das Tier eigenartig süßlich aus dem Mund. Dieser Geruch stammt von den im Körper gebildeten Ketonkörpern. Wer sich nicht vorstellen kann, wie das riecht, sollte gelegentlich mal an einem Fläschchen Nagellackentferner (Aceton) schnuppern.

Nachweis und Behandlung

Um einen Verdacht auf Diabetes abzuklären, gibt es zwei Möglichkeiten: Einerseits die Untersuchung einer Harnprobe mittels Teststreifen, andererseits die Blutanalyse. Der Blutanalyse ist der Vorzug zu geben, da damit nicht nur die Diagnose "Diabetes" gestellt werden kann, sondern auch noch die tatsächliche Höhe des Blutzuckerspiegels ermittelt wird, was wiederum für die Behandlung und Verlaufskontrolle entscheidend ist .

Die Behandlung richtet sich natürlich danach, wie hoch der Blutzucker ist. Bei geringgradiger Erhöhung reicht in der Regel die Einhaltung einer strengen Diät. Dafür bietet die Heimtiernahrungsindustrie spezielle Produkte an. Bei mittel- bis hochgradigem Diabetes ist die tägliche Insulinverabreichung mittels Injektionsspritze zusätzlich zur Diät unumgänglich. Erfahrungsgemäß lernt der Tierbesitzer sehr rasch damit umzugehen, wenn er vom Tierarzt entsprechend eingeschult wird.

Vorbeugung

Wie bei allen Krankheitsgefahren kommt auch hier der Vorbeugung eine wichtige Rolle zu. Richtige (tiergerechte) Ernährung ist natürlich an erster Stelle zu nennen: Keine Überernährung, keine Süßigkeiten! Weiters sollen Hormonbehandlungen tunlichst vermieden werden. Ab dem 8. Lebensjahr eines Tieres ist es empfehlenswert, mindestens ein Mal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung (Blutanalyse) durchführen zu lassen!


Der äußere Gehörgang unserer Hunde und Katzen ist anatomisch deutlich anders angelegt als bei uns Menschen. Er zieht zunächst senkrecht nach unten, um dann im rechten Winkel in Richtung Mittelohr zu verlaufen. Dringt nun Staub, Wasser oder gar ein Fremdkörper in den äußeren Gehörgang ein, so ist das oft sogar durch heftiges Kopfschütteln nicht zur Gänze loszuwerden. In der Folge bildet sich dann eine schmerzhafte Entzündung, an der meist auch Bakterien und Pilze beteiligt sind. Parasiten (Ohrmilben) können ebenfalls derartige Gehörgangsentzündungen hervorrufen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt es sich, regelmäßig - schon ab Welpenalter - die Ohren zu kontrollieren. Am geeignetsten dazu sind die in der Kosmetik gebräuchlichen Wattestäbchen. Mit dem trockenen Wattestäbchen fährt man vorsichtig in den äußeren Gehörgang hinein. Man kann dabei kaum etwas verletzen. Normales Ohrenschmalz läßt sich leicht damit entfernen. Sind jedoch auf dem Stäbchen schmutzig schwarze, oder schleimig eitrige Beläge zu entdecken, oder reagiert das Tier mit heftigen, durch Juckreiz hervorgerufenen Kratzbewegungen, so ist es höchste Zeit, den Tierarzt aufzusuchen. Ein aufmerksamer Tierbesitzer kann dadurch die Entstehung eines chronischen Ohrenzwanges verhindern.


Wenn die Tage kurz sind und die Witterung wenig einladend ist, geht man nicht so gerne ins Freie. Der Bewegungsdrang unserer Hunde und Katzen ist zu dieser Zeit ebenfalls wesentlich eingeschränkt. Darauf sollte man bei der Fütterung Rücksicht nehmen, damit unsere vierbeinigen Lieblinge nicht zu viel an Gewicht zulegen. Entweder man schränkt die Futtermenge entsprechend ein, oder man steigt auf „Leichtfutter" ( meist erkenntlich an der Bezeichnung „light" oder „low calorie") um. Übrigens: Besonders zu den Feiertagen, bei Familienfesten oder wenn man Gäste hat, sollte man besonders darauf achten, daß die Tiere nichts aus falsch verstandener Tierliebe „zugesteckt" bekommen. Erbrechen, Durchfall, schwere Magen-Darmstörungen usw. sind sonst die unausbleiblichen Folgen!


In der kalten, feuchten Jahreszeit haben viele Hunde Probleme mit den Pfoten, da diese jetzt durch Schnee, Matsch, Streusplitt oder Salz besonders beansprucht sind. Es empfiehlt sich daher, die Hundepfoten nach dem Spazierengehen oder einem Aufenthalt im Freien mit lauwarmem Wasser oder besser Käsepappeltee (Eichenrindentee) abzuspülen und gut abzutrocknen. Sind die Pfotenballen bereits rissig oder wund, so ist Hirschtalgcreme (erhältlich in jeder Apotheke) ein bewährtes Hausmittel. Damit sich der Hund nach dem Aufbringen der Salbe nicht sofort leckt, kann man (eventuell über Nacht) einen Salbenverband anlegen.


Besonders junge Hunde und Katzen sind sehr verspielt. Da kann es schon vorkommen, daß in der Hitze des Gefechtes irrtümlich das Spielzeug - oder das, was der Vierbeiner gerade dazu auserkoren hat - zerbissen und verschluckt wird. Handelt es sich dabei um spitze Gegenstände oder Bruchstücke, ist natürlich höchste Verletzungsgefahr für den Magen-Darmtrakt gegeben.

Selbstverständlich sollte man sofort einen Tierarzt zu Rate ziehen, doch wenn dieser nicht verfügbar ist, empfiehlt sich, folgendes Hausmittel anzuwenden: Man nimmt Sauerkraut, wäscht es unter fließendem Wasser gut aus und vermengt es anschließend 50 : 50 mit dem gewohnten (Dosen)futter. Diese Mischung wird sowohl von der Katze, als auch dem Hund in der Regel problemlos aufgenommen. Wenn nicht, muß man ein wenig nachhelfen und „von Hand aus" füttern. Das Sauerkraut umhüllt die spitzen und scharfen Kanten des oder der „Fremdkörper" und kehrt den Darm wie ein Besen aus, sofern es nicht bewirkt, daß der Mageninhalt (erwünschterweise) erbrochen wird.